Thees Uhlmann

Ein musikalisch feuchter Sonntag – Deichbrand 19.07.2015

Gepostet am Aktualisiert am

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Tatort Nordholz / Cuxhaven – Überraschungen am Sonntag beim Deichbrandfestival

 

Ein überraschender Tag mit ganz viel Musik und Regen wartete auf uns, als wir bei leicht bewölktem Himmel ins Auto sprungen und die gut 45 Minuten bis nach Nordholz durchbretterten. Der erste Regen kam nach guten 3 Minuten und wir stempelten es als kleinen Schauer ab. Umso weniger überrascht waren wir, als wir im konstant strömenden Regen auf dem Gelände eintrafen. Selbstverständlich haben wir die Gummistiefel zu Hause gelassen, um uns nach einer guten halben Stunde im durchgeweichten Matsch mit den übrigen Festivalbesuchern zu identifizieren und mit nassen Schuhen den Rest des Tages zu überleben. Großartig! Zudem flüchtete ein Großteil vor dem prophezeiten Sturm und verließ vorzeitig den nassen Norden.
Ganz ehrlich, wir haben auch drüber nachgedacht, wieder zu fahren.
Nun gut, dann stürzen wir uns ins Getümmel und gucken mal, was so geht.

Mit einem Bierchen und wenig gewürztem Essen (war trotzdem lecker) setzen wir uns und wurden von Ferris MC mehr als positiv besungen. Der kann auch Gitarre spielen? Wussten wir nicht, war aber gut. Sogar richtig gut. Für uns das absolute Highlight am Nachmittag, die Stimmung des Publikums war feucht fröhlich, zufrieden. Man wärmte sich bereits ab dem frühen Vormittag mit alkoholischen Getränken, um den Tag durchzustehen.
Weiter im Programm ging es mit der aus Liverpool stammenden Alternativ- Rock- Band The Wombats. Ebenfalls noch nicht live gesehen, man kannte aber dennoch einige Hits wie Moving to New York, Tokyo und Your Body is a Weapon. Die Engländer hatten mehr als Spaß und eroberten viele Herzen innerhalb von 90 Minuten. Musikalisch hochwertig und die gewisse Arroganz auf der Bühne haben sie aus Großbritannien mitgebracht. Wir fanden es toll, zudem hatten wir endlich mal Gesichter zu den Stimmen.
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Dann folgte für uns eine kurze Bierpause und man lauschte unter dem Zelt, in dem der Regen mittlerweile Einzug gebot , den Blood Red Shoes. Ebenfalls aus England stammend, brachten sie den guten Rock mit auf die Waterstage. Langeweile konnte also gar nicht aufkommen. Zudem konnten sich unsere Füße vom kalten Feld erholen und man wippte sich den regen von den Schultern. Langsam füllte sich dann auch der erste Wellenbrecher vor der Firestage (da waren wirklich Flammen am Bühnenrand) und wir hüpften zurück in die Nässe. Mittlerweile sahen alle Besucher des Festivals gleich aus. Die Haare klebten im Gesicht, die Jeans bekamen eine eigene, unverwechselbare Waschung durch den Schmutz und einige Irre rissen sich die Klamotten vom Leib, jetzt war also alles egal.
Wir gesellten uns zu einigen Freunden und Bekannten und tauschten ein paar Worte über den bevorstehen Auftritt von Mando Diao aus. Einige hatten sich bereits nach der Neuzusammenstellung der Band den ersten Auftritt im nördlich gelegenden Kiruna in Schweden ein paar Tage zuvor angesehen – und waren begeistert. Zusammenfassend war es mehr als solide, unterhaltsam und einfach wie früher. Aber darüber schrieben wir ja einige warme Worte in unserem Bericht zuvor.
https://lautundunanstaendig.wordpress.com/2015/07/25/mando-diao-spielen-um-die-herzen-des-publikums-deichbrand-2015/

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Das Feld leerte sich zeitnah nach Auftrittsende und die Festivalgänger bequemten sich zu Thees Uhlmann. Der Frontmann von Tomte war als Solo-Künstler unterwegs und begeisterte. Vorweg sollte man sagen, entweder man mag ihn oder eben nicht. So richtig entscheiden konnten wir uns auch nicht. Live war er wirklich gut erträglich und mit durchgenässten Klamotten kuschelte man sich aneinander. Hach, der Thees , wurde ungefähr 25x ins Glas gehaucht. Überraschend traten Headlinder Fettes Brot auf die Bühne und stimmten auf den finalen Schluss des Sonntags ein. Zusammen mit Thees wurde gesungen, gelacht und gefroren. Man sah allen an, dass es arschkalt war. Zum Laichen und Sterben ziehen die Lachse den Fluss hinauf, Sommer in der Stadt und Zugvögel, waren nur einigee Klassiker, die zum Besten gegeben wurden. Derweil steuerten wir den nächsten Stand an und versorgten uns mit Getränken, anschließend gönnten wir uns eine kleine Mahlzeit zwischendurch und verbrachten noch eine gute Zeit mit besagten Freunden und Bekannten. Lästern, Schwärmen, Meckern – typische Frauenrunde eben.
Es war wirklich nett.

Nach einem kurzen, aber herzlichen Abschied, zog die eine Hälfte mit Tequila weiter übers Gelände, die Andere kämpfte sich durch den Matsch, Richtung Bühne und nahm noch einen Teil von Fettes Brot mit.
Mit Dynamit und Farben eröffneten die Brote die Show um 22Uhr und man erinnerte sich wieder an frühere Konzerte, live einfach fantastisch und unterhaltsam. Absolut empfehlenswert, wenn man Bock auf Tanzen und guten deutschen Hip Hop hat. Zeitgleich blitzte es hinter uns am Himmel, der sich mittlerweile schwarz- rosa färbte. Dann die Unwetterwarnung über die Monitore auf dem Gelände, wir wussten, dass für uns der Zeitpunkt gekommen war, den mittlerweile unerträglichen Regen zu verlassen. Tanzend verließen wir das diesjährige Deichbrandfestival und freuten uns auf die Heizung im VW Fox (wir fahren beide die gleiche Möhre). Endlich am Auto angekommen pfefferten Fettes Brot Nordisch by Nature raus und wir wussten, ein ganz langer Abend wird es für die restlichen Besucher nicht. Dennoch fuhren wir zufrieden, mit Handtuch auf dem Kopf und völlig erschöpft nach Hause.

 

Danke Deichbrand – du geiles Pferd (ja, ist von Ingo Donot geklaut – aber immer und überall einsetzbar)
Tiffy und Nina

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Und für alle, die kommendes Jahr die Schlammschlacht mitmachen wollen – der Vorverkauf hat bereits begonnen.

http://www.deichbrand.de/

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