Allgemein

Du hast mich angelacht und ich mochte das so sehr – Olli Schulz beim ZFR 2016

Gepostet am

Weise Worte, die ja so gar nicht stimmen, welche man sich aber nach 3 Bier und 26 Grad Außentemperatur gerne einbildet.

14222256_1278854825487830_577830230435652014_n

Olli Schulz.
Wir setzen voraus, dass Herr Schulz Allen bekannt ist, die diesen lustigen Blog verfolgen. Nun gut, zurück zum Zeltfestival Bochum / Witten. Da streiten sich die Gemüter und so ganz am Rande, die Autobahnausfahrt von der A 43 ist nunmal Witten Heven.

Unpünktlich – kurz nach 18 Uhr betrat Olli die “ Bochumer“ – Bühne, begrüßte das Publikum und legte los. Leider Gottes ist die Setlist nicht mehr ganz so präsent, aber für einen ganz kurzen Nachbericht reimt man sich schon was zusammen.
Sympathisch, unterschwellig aggressiv und dennoch unfassbar charmant verlief der Start in einen wundervollen Abend.
Vom aktuellen Album gab es die Songs PhaseSo muss es beginnenAls Musik noch richtig groß warPasst schon und Boogieman. Für ein Festival die absolut richtige Wahl, es war von allem etwas dabei.
Olli selbst wirkte entspannt, erzählte kleine Geschichten zwischen den Liedern und scherzte mit dem Publikum, welches überraschend entspannt und weniger asozial war. Keine dämlichen Kommentare, keine dummen Sprüche und das im Ruhrpott. Das einseitig verliebte Pärchen eine Reihe vor uns, hat dafür alles gegeben.

Desweiteren verlief der Abend relativ ruhig und kuschelig, dazu beigetragen haben definitiv Wenn es gut ist, wird es schön sein und ein Leben lang passieren, sowie Spielerfrau.
Zu den Klassikern bzw. Favoriten gehörte wie immer Ich dachte, du bist es. Begleitet von seiner Band, mit dem wirklich putzigen Gisbert zu Knyphausen, sowie der großartigen Kat Frankie, fühlte sich das Konzert wie eine runde und perfekt durchorganisierte Familienfeier an. Wohlfühlfaktor 100%. Den Song Old dirty man sangen die Beiden im Duett und man erinnerte sich zurück, dass Olli mit Kats Stimme nur schwer mithalten kann. Die kann es einfach.

So lange einsam und Phosphormann standen ebenfalls auf der Setlist. Zeitweise sang Olli samt Akustikgitarre allein auf der Bühne, war auch schön. Das Bochumer Publikum schien jedenfalls zufrieden. Abschließend gab es vom aktuellen Album Feelings aus der Asche, den gleichnamigen Song und Kat Frankie beeindruckte noch einmal mit ihrer prägnanten Stimme.
Wir jedenfalls gingen zufrieden nach Hause 🙂

Auf bald

 

 

 

Advertisements

Stay Gold – Butch Walker

Gepostet am

Er verkörpert alles was Rock’n’Roll betrifft.
Eine unfassbare Stimme, großartige Gitarrenriffs und jede Menge Tattoos.

14095799_10154671086774893_226866672274858172_n

Butch Walker – Sänger / Songwriter/ Produzent/ Vater.
Ein Mann, der nur glücklich ist, wenn er Musik macht. Und jetzt ist er zurück mit dem wohl besten Longplayer der letzten Jahre. Stay Gold heißt das Meisterwerk und ist mitunter genau DIE Platte, die man hören will, wenn man eine lange, schwitzige Autofahrt bei Sonnenuntergang vor sich hat.
Bisher veröffentlichte der amerikanische Musiker einige Songs des Albums auf diversen Portalen wie Spotify, Youtube oder in der Soundcloud. Dazu gehört auch die gleichnamige Single Stay Gold. Sowohl akustisch, als auch elektronisch ist der Rocksong als erste Auskopplung der perfekte Aufmacher des Albums und macht einfach Lust auf mehr.
Der Song beschreibt das Leben mit Höhen und Tiefen, in denen man dennoch taff bleiben und immer goldig bleiben sollte. Desweiteren veröffentlichte er im Laufe der letzten Wochen den Song East Cost Girl, welcher die Welt eines Mädchen an der Ost Küste beschreibt, die mit den Hindernissen des Lebens zu kämpfen hat.
Ein weiteres Highlight des Albums und der absolute Favorit ist Ludlow Expectations. Eine Hommage an die Stadt New York. Wenn man den Song hört, bekommt man einen sehr intimen Eindruck, was Butch Walker mit dieser Stadt verbindet. Das Gefühl, ein Stück weit nach Hause zu kommen und sich frei zu fühlen.
Im eingefügten Video könnt ihr euch so ungefähr vorstellen, wie das Gefühl sein kann und diesen Menschen mit so viel Spielfreude live zu erleben.

Desweiteren ist die gefühlvolle Ballade Descending im Duett mit der Ausnahmesängerin Ashley Monroe , sowie der Song Record Store eine gelungene Abwechslung zum unverwechselbaren Rocksound. Ein bisschen Folklore angehaucht ist Lied Nummer 6 der CD, Irish Exit.  Schuhe aus und einfach tanzen.
Und in den Rest hört doch einfach selbst rein. Wilder in the heart ist garantiert der perfekte Somg zum Knutschen.

Tracklist

1.Stay Gold
2.East Cost Girl
3.Wilder in the Heart
4.Ludlow Expectations
5.Descending
6.Irish Exit
7.Mexican Coke
8.Can We just not talk about last night
9.Spark:Lost
10.Record Store                                                                                                                                 A13S4yUXrTL._SX522_

 

 

Und hier werdet ihr euer Geld los

http://www.amazon.de
http://www.butchwalker.com
http://www.dangerbirdrecords.com

 

In diesem Sinne STAY GOLD

Guy, Will, Jonny, Chris – Coldplay verzaubern Gelsenkirchen

Gepostet am Aktualisiert am

3001964721

 

Der 1. Juni 2016 sollte zu einem besonderen Tag werden. Die britische Rockband Coldplay kündigten sich in der Veltinsarena auf Schalke in Gelsenkirchen an.
Das erste Deutschlandkonzert der aktuellen A Head full of dreams – Europatour.

Man weiß gar nicht, wo man anfangen soll, zu erzählen.
Eindrücke, Emotionen und ganz viele Schmetterlinge, werden diesen Beitrag begleiten.
Somit fangen wir mit den kleinen, aber feinen negativen Dingen dieses Abends an. Abgesehen von der katastrophalen Parkplatzsituation ( 15€ für einen Platz im Matsch und gefühlte 3km laufen war schon eine Hausnummer), dominierten die Getränkepreise den Abend. Es ist Coldplay und es ist auf Schalke, somit konnte man 4,20€ für eine Cola gerade noch verschmerzen.
Schlecht wurde einem nur, wenn man einen Blick auf die Merchandiseartikel warf. Zwischen 30€ für ein Tourposter und 85€ für einen Pullover tummelte sich alles in diesem Bereich. Somit war nur ein überteuertes Shirt drin, welches man einfach haben musste.

Da wir die beiden Vorbands leider nicht mitbekommen haben, müsst ihr in den örtlichen Tageszeitungen mal schauen, was ihr darüber findet, sollen aber beide super gewesen sein, den Stimmen im Publikum nach zu urteilen.

Startschuss 21 Uhr
Feuerwerk, Konfetti und los ging dieses Wahnsinnskonzert – begleitet von einer sympathischen Diashow, in welchen Ländern die Band bereits spielte.

Die Band rund um Sänger Chris Martin betrat um 21h die aufwändig gestaltete Bühne der Veltinsarena. Riesige Blumengirlanden schmückten die A-Stage, sowie 2 große Leinwände für die hinteren Ränge.
Ein Mittelsteg reichte fast bis zum Ende des Stadions mit einer kleinen B-Stage, damit jeder Gast des Konzertes von der Band etwas hatte.
Mit A Head full of dreams starteten die Briten in der Abend.
Die Single des gleichnamigen Albums forderte das Publikum in den Rängen zum Aufstehen auf und die ausverkaufte Arena feierte Coldplay.
Ein Lächeln raunte durch die Mengen und jeder schmunzelten, als Chris Martin über den Steg lief und begann zu singen.
Putzig ist er ja schon und hach – dieses Lachen.

Yellow – der Klassiker reihte sich als zweiter Song der Killersetlist in den Abend ein und lud zum Mitsingen ein. Die Xylobands, die es vor jedem Konzert gibt, leuchteten somit in Gelb an den Armen der Zuschauer und begleiteten die Jungs bei vielen Songs durch den Abend. Zudem ist es ja nett, ein hübsches Andenken zu haben und im Nachhinein ist es beeindruckend gewesen, so viele Lichter in der Arena zu sehen.
Weiter ging es mit Every Teardrop is a waterfall, begleitet von Pyrotechnik, Feuerwerk und kleinen neonfarbenden Papiervögelchen.
Irgendwie war es wie ein großer Kindergeburtstag – laut, bunt und sympathisch. The Scientist wurde von Sänger Chris Martin am Klavier begleitet und die Pärchen im Publikum rückten etwas näher zusammen. Kuschlige Stimmung kam jedoch nur kurz auf, denn als nächster Song folgte Paradise, welcher zum Dance- Remix kurzerhand umfunktioniert wurde und die Veltinsarena tanzte.
Einer der Favoriten war aus dem aktuellen Album Birds. Dynamisch und regt zum Mitsingen an.
Chris Martin bewegte sich rhythmisch – zu allen Songs und gab dem Publikum die komplette Show über das Gefühl, etwas Besonderes zu sein.
Man geriet sehr schnell ins Schwärmen.

5722232_m3w624h416q75s1v62294_BOCK_2016-06-01-Gelsenkirchen_Coldplay_Konzert_Tour2016-55675

Die Briten verließen die Hauptbühne nach dem ersten Set und fanden sich auf der B-Stage am Ende der Halle vor der Nordkurve wieder. EverglowLovers in Japan und Magic wurden zum Besten gegeben.
Sowohl Martins Piano, als auch die Instrumente der restlichen Band wurden durch die Stagehands über den Steg gebracht.
Nach einigen kurzen, aber herzlichen Ansprachen des Sängers, strahlte auch der letzte Besucher des Konzertes und freute sich über diesen gelungenen Abend.
Zurück auf der Hauptbühne ging die Show genauso großartig weiter, wie Sie begonnen hat. Man merkte jedoch, dass die Band auf einige Songs des aktuellen Albums verzichtet hat und mit alten Liedern doppelt punktete.
Clocks und Charlie Brown gehörten ebenso dazu, wie  Fix You. Ein weiteres Highlight war Hymn for the Weekend, trotz des Fehlens von Beyonce kam der Song beim Publikum an und wurde abermals von einem Konfettiregen und Laserspielen untermalt.
Mittelpunkt der Show waren aufeinanderfolgend Viva la Vida und Adventure of a lifetime. Drummer Will Champion gab definitiv Alles, was er hatte. Chris Martin forderte die Menge zum Sit-In auf und das Publikum gehorchte.
Die ausverkaufte Arena tanzte und freute sich über noch mehr Konfetti und Luftballons. Die Band genoss die ausgelassene Stimmung und bedankte sich zu tiefst für die Unterstützung.

Weiter ging es auf der B-Stage, wo der Wunsch in Form einer Videobotschaft erfüllt wurde. In my place. Mit See you soon verabschiedete sich Coldplay bei den Fans und Gitarrist Jonny Buckland durfte einen Part davon singen, schüchtern und zurückhaltend traf er dennoch jeden Ton und ließ sich mehrfach von Chris umarmen. Freundschaft pur.

Die Band verließ kurz die Bühne, jedoch forderten die Fans selbstverstndlich eine Zugabe. Unter Viva la vida – Chören kamen die Jungs nach einer kurzen Pausen zurück mit Amazing Day. Volltreffer.
Aber irgendwie vermisste man dann doch den einen oder anderen Lieblingssong und wurde für das lange Warten belohnt. Das vorletzte Lied des Abends war A Skyfull of Stars, welches mit einem Sternchenregen in den Farben Pink und Weiß unterlegt wurde. Die Xylobands erstrahlten zum letzten Mal an diesem Tag die komplette Location. Zum Abschluss diesen unfassbar tollen Konzertes wurde vom derzeitigen Album das wundervolle Lied Up & Up gespielt. Chris Martin saß am Klavier und unterstütze Jonny beim Gitarrensolo, wo er konnte. Die Briten verabschiedeten sich ausreichend und herzlich mit den Worten Thanks for coming beim gelsenkirchener Publikum und verließen nach rund 2 Stunden die Bühne.

Was soll man als Fazit dazu sagen? Das es eines der besten Konzerte war, die man besucht hatte oder das man definitiv die nächsten 40 Male hingeht. Es war unglaublich.
Ein herzliches Dankeschön an Alle, die diesen Abend zu etwas ganz Besonderem gemacht habe.
Guy Berryman – Bass, Keyboard
Will Champion – Drums, Perkussion
Jonny Buckland – Leadgitarre
Chris Martin – Gesang, Klavier, Rhythmusgitarre

Als persönliches Fazit, muss man sagen, dass es unvorstellbar ist, wie Chris Martin auf der Bühne schwitzt – fanden wir aber toll 🙂

 

Wer Coldplay noch erleben möchte, sollte sich beeilen, die letzten Resttickets für die Konzerte in Berlin und Hamburg sind bei ww.ebay.de oder http://www.viagogo.de zu humanen Preisen zu kaufen. Und geht hin verdammt noch mal!

Verknallte auf Bald-Grüße

 

Photos by Nina Rinke, Funke, Felix B.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hell or Highwater – David Duchovny enttäuscht in Köln

Gepostet am Aktualisiert am

Kurios….ist wohl das Stichwort.
32914c007c37a4a6

Die Erwartungen an einen Hollywoodstar sind deutlich größer, als bei einer Garagenband, die 2x im Jahr spielt – ganz klar. Der große Hype blieb dennoch aus.
David Duchovny, Schauspieler, Schriftsteller und neuerdings auch Versuchsmusiker wollte sich in der Kölner Live Music Hall austoben.
Die Zufallswiedergabe bei Youtube war Schuld an diesem Ausflug ins jecke Köln, die Erwartungen aufgrund diverser Konzertmitschnitte wurden gering gehalten und mit viel Bier würden wir diesen Abend schon überstehen.
Das Debakel fing schon bei Einlass an und nahm seinen Lauf. 19h steht auf der Karte – um 19.30h war dann mal Bewegung in der Schlange.
Macht nichts, ist halt Hollywood und das war okay. Der Regen verzog sich und man bekam wässriges Kölsch für einen guten Preis. Also bisher kein Grund zu meckern.
Supportact war der Gitarrist von Duchovnys Band Weather. Fazit – zufriedenstellend, stimmlich ganz passabel und irgendwie putzig.
Knappe 20min und 2 Zigaretten später wurde der Platz am Eingangsbereich von Security-Leuten geräumt und der Schauspieler fuhr in einem Taxi vor.
3/4 der Fans, die ebenfalls die Umbaupause zum rauchen nutzten, zückten ihre Smartphone und versuchten ein Bild von Herrn Duchovny zu ergattern.
Vergeblich, der Mann winkte ab und nahm die Hand vors Gesicht. Ein echter Hollywoodstar eben.
Die gaffende Menge erfreute sich trotzdem, ihrem Star ein Stückchen näher gekommen zu sein, wir fanden es peinlich.

Nun gut, dass Konzert startete und Duchovny performte seine Songs vom Album Hell or Highwater.
Ja ganz genau,  performen ist hier richtig gesagt. Stimmlich war das nämlich ein absolutes Desaster. Seine Band Weather unterstützte den Neumusiker bestens, einfach tolle Musiker unter falsche Regie.
Immer wieder fing der Gitarrist das stimmliche Chaos auf und übertönte das Gejammer des Hollywoodschauspielers.
Hübschere Worte lassen sich nicht finden und so ganz unter uns, es war einfach nicht geil.
Kleine Anekdoten und Witze seitens Duchovnys brachten zumindest einige Frauenherzen zum Strahlen, jedoch verunsicherte es den Großteil der Konzertbesucher, sodass ein gutes Viertel des Publikums schon nach 40min die Live Music Hall verließen. Wir hielten zumindest bis zum Schluss durch und hatten viel Zeit, um gemütlich noch ein Bier zu trinken und zu hoffen, dass es nicht noch 3 Zugaben gibt – war zum Glück nicht der Fall.
Absolutes Nicht- Highlight war definitiv das Cover eines Bowie-Songs und ja, David Bowie hätte sich das definitiv so nicht gewünscht.
Alles in allem, hätte es noch schlimmer kommen können, aber hey, wir haben den versexten Hank Moody Darsteller mal live gesehen, unter Erfahrung abgespeichert und unter Muss nicht noch mal sein gesichert.
Die einzigen deutschen Worte, mit denen er sich an das Kölner Publikum gewandt hat, waren Mutterf*cker und Arsch, also ganz beeindruckend.

Wir reden das Ganze jetzt nicht noch schlechter, sondern belassen es dabei, dass David Duchovny definitiv ein Charmbolzen mit Sexappeal ist, jedoch sollte er es bei der Schauspielerei belassen und die Musikkarriere an den Nagel hängen.
10052016-david-dochovny-02

 

 

 

 

Fotos by Martina Goyert

Motherfucking Party – Macklemore & Ryan Lewis

Gepostet am Aktualisiert am

„We are here, to have a motherfucking dance party“ – das waren die Worte von Ben Haggerty, besser bekannt als Macklemore. Später mehr dazu.

Flüchtig entschieden, mal ein Hip Hop Konzert zu besuchen, fiel die Wahl schnell auf das US-Duo Macklemore & Ryan Lewis. Täglich im Radio gehört und nicht mehr aus dem Kopf bekommen, Hits wie Thrift Shop oder Same Love setzen nicht nur ein politisches Statement, sondern bewirken einen Gute-Laune-Tanzmodus.

Dann endlich war es soweit, das erste Deutschlandkonzert in der Kölner Lanxessarena kündigte sich an und wir hatten Glück, noch ein paar gute Plätze abgreifen zu können. Es war das erste Konzert der European Tour Part 2, welches ausverkauft war.
Somit tingelten wir ins sonnige Köln und erahnten nur die Menschenmassen, die teilweise 19 Stunden für die Show anstanden.
Aus dem Alter sind wir raus, wobei im Nachhinein betrachtet, es definitiv wert wäre, sich für diese Ausnahmeshow so früh, wie möglich anzustellen.

1238814_1134711486568832_2766125908634905366_n

Das Kölner Publikum beschäftigte sich zwischen den Supportacts mit Smartphone-Geblinke und Laolawellen selbstständig und heizte die Stimmung vorher schon enorm an.

Um 21.30h war es dann soweit, das Licht ging aus und der riesengroße Kindergeburtstag konnte beginnen. Unsagbar große Leinwände waren ständiger Begleiter der Show und boten auch dem Fan in der letzten Reihe eine perfekte Sicht.
Ryan Lewis (Produzent, Musiker, bester Freund und extrem sympathischer Kerl) stand mittig auf einem Podest und stimmte das Publikum auf den Song Light Tunnels ein.
16 000 verrückte Menschen rasteten dann komplett aus, als Entertainer Macklemore aus dem Boden der Bühne erschien und anfing zu performen.
Nach guten 20 Sekunden wurden aus den beliebten Sitzplätzen – Stehplätze und die Arena tanzte.

Sänger und Künstler Ben Haggerty entpuppte sich als wahnsinnig witzig, charmant und publikumsnah.
So – definitiv noch nicht erlebt. Anekdoten und kleine Scherze nahm das Publikum gern entgegen.

I will tell you a little Secret – Brad Pitt is my Cousin

Einer der pesönlichen Favoriten des Abends und Song des neuen Album This Unruly Mess I’ve made. Begleitet von Streichern und ausnahmslos talentierten Tänzerinnen und Tänzern führte Macklemore durch einen großartigen Abend.

Er präsentierte vom aktuellen Album unter anderem Hits wie: BuckshotGrowing UpKevinWhite PrivilegeDance Off und St. Ides.
Zu dem Song St. Ides forderte das Hip-Hop Duo das Publikum auf, ihre Smartphones mal sinnvoll zu nutzen, indem sie ihre Taschenlampe erleuchten ließen. Zudem lud das Lied ein, sich auch auf einem Hip Hop Konzert mal in den Arm zu nehmen.
Der persönliche Favorit des Abends, auch wenn es sehr schwierig ist, sich für einen Song zu entscheiden.

Die ganz großen Hits wie Thrift Shop oder White Walls erreichten das Publikum selbstverständlich noch mehr.
Macklemore und Ryan Lewis zogen sich dekadent einen Pelzmantel über und fegten über die Bühne. Die Fans tanzten sich das letzte bisschen Kraft aus den Rippen. Inmitten dieser ganzen Show suchte der Entertainer Ben wieder einmal die Nähe zu seinem Publikum.
Bei dem Song Let’s eat, verteilte er Kuchen am Bühnenrand und genoss die volle Aufmerksamkeit. Wir dachten uns nur, mein Gott, ist der sympathisch.

Absolutes Highlight und Abschluss des Konzertes war der Song Can’t hold us. In dem dazugehörigen Video gab es Crowdsurfing, Party und Spaß. Und genauso war es. Macklemore verließ die Bühne und stieg auf die Hände seiner Fans. Er performte, als gäbe es kein Morgen mehr.
Nach einer kurzen Pause und viel Applaus, gab es natürlich nicht nur eine Zugabe, sondern 3. Und eine besser als die Andere. Man dachte, es gäbe keine Steigerung mehr, aber die gab es. Macklemore kam mit dem Tanzhit überhaupt und einem spektakulären Kostüm zurück. And we danced. Und ja es tanzten wirklich diese 16 000 Menschen in der Lanxessarena. Anschließend holte er 2 Fans aus der Masse auf die Bühne und forderte die Leute auf, gegeneinander zu tanzen zu einem sogenannten Dance off.
Sehr unterhaltsam, aber man wusste, dass dieser Abend sich dem Ende zuneigen würde. Desto überraschender war das, dass Macklemore und Ryan Lewis diesen Abend mit der aktuellen Single Downtown und Stargast Eric Nally abschlossen.
Eric Nally, der verrückte Typ aus dem Musikvideo; extravagant und völlig abgedreht, trifft es wohl am Besten. Seine Moves auf der Bühne sahen schon irgendwie krankhaft und abgespaced aus, aber er begeisterte jeden einzelnen Fan in Köln.

 

Anbei ein kleiner Einblick in diese unglaubliche Show

Wir verließen das Konzert mit gemischten, jedoch positiven Gefühlen und fragten uns, wann wir Macklemore & Ryan Lewis denn wiedersehen würden…Wir entschieden uns für Dortmund und freuten uns wahnsinnig, in 10 Tagen das Duo nochmal live erleben zu erleben. Deshalb gilt dieser Bericht für beide Konzerte.

Special Thanks to the wonderful Ryan Lewis, the big Macklemore and the fantastic rest.

Photos by Nina Rinke
by Zoe Rain

 

Auf Bald ihr Hübschen

 

 

Kult on Tour – Borderfly wagen den Sprung

Gepostet am Aktualisiert am

Borderfly – sollte man sich merken

Im Rahmen des Clubfestivals Kult on Tour gaben die Jungs von Borderfly ihre Bühnenpremiere und spielten ihr erstes Konzert im ausverkauften Panic Room in Essen. Ihr kennt die Band gar nicht, dann solltet ihr auf das kommende Debut-Album definitiv nicht verzichten.
Namen wie Breaking Benjamin, Stonesour oder Disturbed schwirren einem im Kopf, sobald die Band rund um Sänger Manuel Demann ihre Instrumente in die hand nimmt und beginnt zu spielen.

So ganz am Rande zum Verständnis: Borderfly sind eine vierköpfige Band aus dem schicken Düsseldorf, 2 Brüder gemischt mit 2 Freunden. Und fertig ist eine Band gegründet, die auf harten Rocksound und anspruchsvolle Riffs zurückgreift. Jedoch immernoch tanzbar und potentiell groupietauglich.
Alzu viel ist zur Bandgeschichte nicht zu sagen, da die Jungs noch am Anfang ihrer Karriere stehen und herausfinden wollen, ob Sie die Massen begeistern können. Das sollen die ersten beiden Konzerte zum Jahresbeginn zeigen. Rechtzeitig wurden einige Tage vorher die letzten Vocals eingesungen, T-Shirts für den Merchstand gedruckt und nochmal ordentlich Zeit im Probenraum verbracht, um im Panicroom abzuliefern.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Location klein und fein, Publikum samt Familienmitgliedern und Freunden definitiv gespannt und anspruchsvoll. Die Jungs wollten ja auch nicht versagen, schon gar nicht, wenn 3/4 der Menschen weiblich sind. Zur Akustik kann man nur sagen, dass es nunmal ein kleiner Laden war und nicht unbedingt mit der Lanxessarena vergleichbar ist, dementsprechend war es für den ein oder anderen Gast an diesem Abend merklich zu laut. 21.30h Showtime.
Verhalten und schüchtern lächelnd betraten Borderfly die Bühne. Nachdem sich jeder der Jungs an sein Instrument klammerte, fielen nach den ersten Vocals auch langsam die Hemmungen und man begann mit dem Publikum zu spielen und die feiernde Menge miteinzubeziehen. My Coma hieß der erste Song des Abends, gefolgt von Travel back in Time, das Publikum feierte.
Den Titel Forgive Forget, den man zumindest bei Youtube schon das ein oder andere mal angeklickt hat, durfte selbstverständlich nicht fehlen und es konnten sogar einige Besucher textsicher mitsingen.
Fight Again (der persönliche Favorit an diesem Abend) entpuppte sich als Magnet und auch die letzte Reihe tanzte sich nun alles von den Rippen. Man verbindet schon mit dem Titel des Liedes einige kleine persönliche Momente, in denen man immer wieder aufsteht und nochmal kämpft. Des weiteren wurden Fly, Deadlock und Break my fall gespielt und irgendwie dachte man sich, warum ist das Konzert denn schon vorbei? Kleine Anekdoten und verträumte Blicke rundeten den ersten Auftritt der Düsseldorfer hervorragend ab.

Danke für einen wunderschönen ersten Auftritt Manuel Demann, Geritt Uffmann, Thomas Neitzel, Tim Uffmann und Eric Timann (der Typ hat den Ton abgemischt)

Wer die Jungs verpasst hat bzw Bock auf ehrliche Livemusik hat, sollte am 06. Februar ins Düsseldorfer Spilles huschen.

Screenshot_2016-02-02-14-34-35-1

Auf Bald

Olli Schulz & Band ownen das Bielefelder Publikum und liefern fulminanten Tourabschluss im Ringlokschuppen

Gepostet am Aktualisiert am

Sowas wollte Olli als Titel doch lesen, oder? Ist aber was Wahres dran.

Nach Frühjahrs- und Festival-Tour hatten Olli Schulz und seine Band, bestehend aus Gisbert zu Knyphausen (Bass), Dennis Becker (Gitarre), Kat Frankie (Backing Vocals), Arne Augustin (Keyboard) und Ben Lauber (Schlagzeug), im Herbst nochmal Bock. Und wir auch. Es musste mal wieder nicht lange überlegt werden, ob wir die Reise in die ostwestfälische Metropole Bielefeld am 08.11.2015 antreten sollten. Und wir wurden selbstverständlich nicht enttäuscht! Der Ringlokschuppen ist ohnehin eine tolle Venue, bei der sich in Sachen Ablauf und Freundlichkeit des Personals noch einige etwas abschauen können und wo wir in unserer Vergangenheit stets auf ein äußerst entspanntes Publikum getroffen sind. Das war auch dieses Mal nicht anders: Es war ein nettes, bunt gemischtes Publikum vertreten – vom Teenie bis hin zum Mittvierziger mit „Olli Schulz Superfan“-Shirt in dezentem Gelb war alles dabei.

DSC_0242-2

Wie schon von der Frühjahrstour gewohnt, gab es keinerlei Vorband und um kurz nach 20 Uhr betraten die Protagonisten des Abends die Bühne. Erkältet und etwas angeschlagen war Olli, ließ sich davon aber nicht den Tourabschluss versauen und während der Show merkte man davon echt nicht das Geringste. Auch eine verstimmte Gitarre, die „…nicht mal für Bielefelder Verhältnisse ausreiche“, tat seiner derbe guten Laune keinen Abbruch. Die große Begeisterung und der Spaß auf der Bühne übertrugen sich schnell auf das Publikum und es wurde eine kurzweiliger und echt starker Gig an diesem Abend.

Olli Bielefeld-5

Bei Ollis Konzerten bekommt man ja grundsätzlich immer ein gesamtes Entertainment-Paket geboten, was dieses Live-Erlebnis zu einem ganz Besonderen macht. Neben der Musik gab er als leidenschaftlicher Geschichtenerzähler wieder liebenswerte und humorvolle Anekdoten aus seinem Leben zum Besten, denen immer ein bestimmter Zauber innewohnt und die nicht zuletzt zeigen, dass er über sich selbst lachen kann. Die Stories wirken nie aufgesetzt oder langweilig und verleihen seinen Shows insgesamt einen ganz besonderen Charme. Dass ihm die Nähe zum Publikum sehr wichtig ist, unterstrich nicht nur ein nicht vorhandener Bühnengraben, sondern die gesamte Interaktion mit dem Publikum erfolgte sozusagen auf Augenhöhe, sei es nun durch Rate-Spielchen oder Tanzeinlagen auf der Bühne mit ein paar Leuten aus dem Publikum. Darüber hinaus zeigte er später große Geduld am Merch-Stand, wo jeder noch so schwachsinnige Selfie- und Autogrammwunsch mit einem Lächeln erfüllt wurde. Die Kombination aus allem macht ihn vor allem eins: Unfassbar sympathisch.

Olli Bielefeld-3

Musikalisch gab es eine Reise durch alle Alben. Ältere Werke wie beispielsweise Wenn die Music nicht so laut wär, Ich dachte, Du bist es oder Ich kenn‘ da ein wurden dargeboten sowie Stücke der aktuellsten Platte wie Als Musik noch richtig groß war, Phase oder So muss es beginnen. Freudentränen vergossen wir beinahe, weil Rückspiegel und Der kleine Bär ihren Weg auf die Setlist gefunden hatten, ebenso wie Feelings aus der Asche, welches den grandiosen Schlusspunkt der Tour und einem absolut gelungenen Abends bildete.

Olli Bielefeld-4

Im nächsten Jahr hat Olli so einiges vor. Es soll ein neues Album in 2016 aufgenommen werden, was uns wirklich wahnsinnig freut und auf das wir jetzt schon sehnsüchtig warten. Anfang des Jahres gibt er sich nach der Auszeit aber zunächst wieder dem TV-Rummel hin und wird mit Jan Böhmermann die Talkshow Schulz & Böhmermann schmeißen. Als große Anhänger des Sanft & Sorgfältig-Formats blicken wir auch diesem total gespannt entgegen. Ja, wir wollten Tickets für eine der ersten Aufzeichnungen. Nein, wir waren nicht erfolgreich. Die f5-Taste an unseren Tastaturen hat ordentlich gelitten, aber es half alles nix – alle Tickets waren innerhalb gefühlter 2 Sekunden vergriffen.

Ein fetter Kuss und ein herzliches Dankeschön jedenfalls für die tollen Stunden in Bielefeld! Wir hoffen, dass Olli seine Erkältung mittlerweile los ist und nach der Tour zwei Tage durchschlafen konnte 😉

DSC_0175-4DSC_0025-1DSC_0220-1DSCN1271-1

 

 

 

 

DSCN1316-1