Gisbert zu Knyphausen

Olli Schulz & Band ownen das Bielefelder Publikum und liefern fulminanten Tourabschluss im Ringlokschuppen

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Sowas wollte Olli als Titel doch lesen, oder? Ist aber was Wahres dran.

Nach Frühjahrs- und Festival-Tour hatten Olli Schulz und seine Band, bestehend aus Gisbert zu Knyphausen (Bass), Dennis Becker (Gitarre), Kat Frankie (Backing Vocals), Arne Augustin (Keyboard) und Ben Lauber (Schlagzeug), im Herbst nochmal Bock. Und wir auch. Es musste mal wieder nicht lange überlegt werden, ob wir die Reise in die ostwestfälische Metropole Bielefeld am 08.11.2015 antreten sollten. Und wir wurden selbstverständlich nicht enttäuscht! Der Ringlokschuppen ist ohnehin eine tolle Venue, bei der sich in Sachen Ablauf und Freundlichkeit des Personals noch einige etwas abschauen können und wo wir in unserer Vergangenheit stets auf ein äußerst entspanntes Publikum getroffen sind. Das war auch dieses Mal nicht anders: Es war ein nettes, bunt gemischtes Publikum vertreten – vom Teenie bis hin zum Mittvierziger mit „Olli Schulz Superfan“-Shirt in dezentem Gelb war alles dabei.

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Wie schon von der Frühjahrstour gewohnt, gab es keinerlei Vorband und um kurz nach 20 Uhr betraten die Protagonisten des Abends die Bühne. Erkältet und etwas angeschlagen war Olli, ließ sich davon aber nicht den Tourabschluss versauen und während der Show merkte man davon echt nicht das Geringste. Auch eine verstimmte Gitarre, die „…nicht mal für Bielefelder Verhältnisse ausreiche“, tat seiner derbe guten Laune keinen Abbruch. Die große Begeisterung und der Spaß auf der Bühne übertrugen sich schnell auf das Publikum und es wurde eine kurzweiliger und echt starker Gig an diesem Abend.

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Bei Ollis Konzerten bekommt man ja grundsätzlich immer ein gesamtes Entertainment-Paket geboten, was dieses Live-Erlebnis zu einem ganz Besonderen macht. Neben der Musik gab er als leidenschaftlicher Geschichtenerzähler wieder liebenswerte und humorvolle Anekdoten aus seinem Leben zum Besten, denen immer ein bestimmter Zauber innewohnt und die nicht zuletzt zeigen, dass er über sich selbst lachen kann. Die Stories wirken nie aufgesetzt oder langweilig und verleihen seinen Shows insgesamt einen ganz besonderen Charme. Dass ihm die Nähe zum Publikum sehr wichtig ist, unterstrich nicht nur ein nicht vorhandener Bühnengraben, sondern die gesamte Interaktion mit dem Publikum erfolgte sozusagen auf Augenhöhe, sei es nun durch Rate-Spielchen oder Tanzeinlagen auf der Bühne mit ein paar Leuten aus dem Publikum. Darüber hinaus zeigte er später große Geduld am Merch-Stand, wo jeder noch so schwachsinnige Selfie- und Autogrammwunsch mit einem Lächeln erfüllt wurde. Die Kombination aus allem macht ihn vor allem eins: Unfassbar sympathisch.

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Musikalisch gab es eine Reise durch alle Alben. Ältere Werke wie beispielsweise Wenn die Music nicht so laut wär, Ich dachte, Du bist es oder Ich kenn‘ da ein wurden dargeboten sowie Stücke der aktuellsten Platte wie Als Musik noch richtig groß war, Phase oder So muss es beginnen. Freudentränen vergossen wir beinahe, weil Rückspiegel und Der kleine Bär ihren Weg auf die Setlist gefunden hatten, ebenso wie Feelings aus der Asche, welches den grandiosen Schlusspunkt der Tour und einem absolut gelungenen Abends bildete.

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Im nächsten Jahr hat Olli so einiges vor. Es soll ein neues Album in 2016 aufgenommen werden, was uns wirklich wahnsinnig freut und auf das wir jetzt schon sehnsüchtig warten. Anfang des Jahres gibt er sich nach der Auszeit aber zunächst wieder dem TV-Rummel hin und wird mit Jan Böhmermann die Talkshow Schulz & Böhmermann schmeißen. Als große Anhänger des Sanft & Sorgfältig-Formats blicken wir auch diesem total gespannt entgegen. Ja, wir wollten Tickets für eine der ersten Aufzeichnungen. Nein, wir waren nicht erfolgreich. Die f5-Taste an unseren Tastaturen hat ordentlich gelitten, aber es half alles nix – alle Tickets waren innerhalb gefühlter 2 Sekunden vergriffen.

Ein fetter Kuss und ein herzliches Dankeschön jedenfalls für die tollen Stunden in Bielefeld! Wir hoffen, dass Olli seine Erkältung mittlerweile los ist und nach der Tour zwei Tage durchschlafen konnte 😉

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Olli Schulz tourt im November

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Olli Schulz beendet sein erfolgreiches Musikjahr mit einer abschließenden Herbsttour quer durch Deutschland

 

Olli Schulz & Band
Olli Schulz & Band

 

Am kommenden Sonntag startet Olli Schulz mit seiner Band auf dem New Fall Festival im Capitol Theater in Düsseldorf.
Selbstverständlich lassen wir uns das kuschelige Event nicht entgehen und knüpfen eine Woche später im Ringlokkschuppen in Bielefeld erneut an alte Zeiten an.
Mit dabei hat der gebürtige Hamburger große Namen wie Sängerin Kat Frankie oder Gisbert zu Knyphausen, welche die Tour und Festivalsaison im Frühjahr schon begleiteten.
Um nicht zuviel vorweg zu nehmen, besorgt euch eine Karte und besucht ein Konzert, ihr werdet um eine Erfahrung reicher sein – im positiven Sinne.

Vorweg möchten wir uns bei http://www.fourartists.com/ bedanken, für die hervorragende und sehr witzige Zusammenarbeit.

Wir sehen uns zahlreich, vorzugsweise an der Theke.

 

 

Und hier könnt ihr Olli nochmal sehen
01.11.2015 Düsseldorf l New Fall Festival – Capitol Theater
02.11.2015 Wiesbaden – Kulturzentrum Schlachthof e.V.
03.11.2015 München – Circus – Krone – Bau
04.11.2015 Dresden – Reithalle
06.11.2015 Berlin – Admiralspalast
08.11.2015 Bielefeld – Ringlokschuppen

 

http://new-fall-festival.de
http://www.eventim.de
http://www.ollischulz.com/

 

Liedermacher und guter Typ – Olli Schulz beim Traumzeit Festival

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Als Musik noch richtig groß war

Es war kalt, es war nass, es war Mitternacht.

Schauplatz des Festival-Tourstarts von Liedermacher Olli Schulz war das alljährliche Traumzeit Festival in Duisburg. Die Location bot nicht nur jede Menge Kultur (alte Hochöfen und so), sondern auch eine unverwechselbare Akustik. Künstler des Abends Oliver Marc Schulz betrat kurz nach Mitternacht mit seiner Band die Bühne der Gießhalle, im Parker – was die herrschenden Temperaturen dort wohl ganz gut widerspiegeln sollte. Die ersten Leute, die dem Bier und Schnaps an dem Abend schon länger gefrönt hatten als wir, gröhlten, forderten Witzchen und ließen ihr Bier fallen, Schulz ignorierte gekonnt mit einer kurzen Begrüßung und begann zu singen. Mit So muss es beginnen, über Phase und Passt schon fühlte man sich in den späten Abend hinein und blickte von Beginn an in viele zufriedene (und Zitat „einfache“) Gesichter. Trotz Kälte ließ Olli seine Jacke fallen und suchte die Nähe zum Publikum.

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Bis auf Konfetti und Luftschlangen verzichtet er auf eine unnötig pompöse Show und beeindruckt vielmehr mit Charme, kleinen Anekdoten und schüchternen Tanzdarbietungen. Seine Band wird dabei kontinuierlich mit einbezogen. Bekannte Namen wie unter anderem Gisbert zu Knyphausen und die immer lächelnde und stimmgewaltige Sängerin Kat Frankie wirkten bereits auf Ollis neuestem Werk Feelings aus der Asche mit und waren auch schon bei der Tour im Frühjahr mit an Bord.

Ein Abstecher zu älteren Songs wie So lange einsam und Ich dachte, du bist es (einer unserer absoluten Favoriten unter seinen Songs) boten Abwechslung und es war Zeit sich in den Arm zu nehmen… Mit Bier, welches im Übrigen unseren Geschmack nicht ganz getroffen hat, ging das Ganze noch einfacher. Nachdem Schulz Die Ankunft der Marsianer spielte, konnten sich auch die Gäste auf der Tribüne nicht mehr halten und waren der Spielfreude von ihm und seiner Band schutzlos ausgeliefert.

Natürlich erzählte Schulz zwischen den Songs Geschichten und Lebensweisheiten, passend zu den Liedern. Genauso wie man es kennt und auch erwartet: Langeweile – Absolute Fehlanzeige. Entertainment vom Allerfeinsten, was um die Uhrzeit sicherlich nicht das leichteste gewesen sein muss. Nach einigen Kuppelversuchen unter den Geschlechtern kehrte sicherlich der Ein oder Andere nicht ganz allein in seinen Schlafsack zurück. Außerdem ermahnte er mehrfach das Publikum, nicht im Takt der Musik zu klatschen, da ihn dies aus dem Takt bringt, was ihn für uns nur noch sympathischer machte. Wir als Gitarrenlaien haben sowieso nie verstanden, wie einige Künstler es bewerkstelligen, bei unrhythmischen Geklatsche trotzdem im Takt zu bleiben. Im Fake-Duett mit Sängerin und Gitarristin Kat Frankie gab Olli noch What’s Love von Tina Turner zum Besten. Das Publikum blendete den Unterhalter am Bühnenrand aus und suchte nach der gebürtigen Australierin mit der gewaltigen Stimme. Wir sind uns ziemlich sicher, dass so einige Besucher sich ihren Namen gemerkt haben.

Während der Show forderten einige im Publikum immer wieder lautstark Verhaftet wegen Sexy oder ähnliches, was der Entertainer mehrfach ablehnte und seine tiefgründigen Werke zunächst größtenteils in den Vordergrund rückte, mit welchen er absolut zu begeistern und überzeugen wusste. Die Entscheidung wurde akzeptiert, wenn auch von manchen (Bierseligen? ;)) etwas widerwillig. Der in Berlin lebende Hamburger meisterte den Spagat zwischen Melancholie, Unterhaltungsmusik und humorvollen Einlagen jedenfalls insgesamt perfekt, was definitiv nicht viele Künstler derart schaffen. Trotz der Kälte fühlte man sich nach inmitten des Auftritts genauso wie auf der Tour im März – unterhalten, dankbar und zufrieden.

Mittlerweile verstand auch die Menge, das Handy mal in der Tasche zu lassen und einfach nur zuzuhören. Vom aktuellen Album wurde noch Als Musik noch richtig groß war zum Besten gegeben, live sogar noch um Längen besser als in der Albumversion. Als eine Ode an die Musik regt dieser Song zum Nachdenken an und man erwischt sich dabei, wie man seine eigenen Erlebnisse in dem Metier unweigerlich rekapituliert. Schulz, der mal mit und mal ohne Gitarre auf der Bühne agierte, hatte sich auch Wenn es gut ist auf die Setlist geschrieben – ein unsagbar toller Song, der uns schon bei so manchem Hoch oder auch Tief in den letzten Jahren begleitet hat.

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Um kurz nach 1 Uhr wurde es unruhiger auf der Bühne, es wurde etwas auf der Setlist rumgestrichen und das Publikum bemerkte, dass der Abend viel zu schnell zu Ende sein sollte. Olli Schulz und seine Band spielten quasi gegen die ablaufende Zeit und gaben mit Wenn die Music nicht so laut wär schlussendlich noch einmal alles. Entäuschung über die vom Festivalveranstalter doch irgendwo undankbar gelegene und kurze Spielzeit war zwar kürzlich vorhanden, aber na gut, schließlich hatte kein Künstler auf diesem Festival einen längeren Slot als 1:15 Stunde bekommen.

Olli widersetzte sich dem dennoch zu unserer aller Freude, kam den lauter werdenden Zugabe-Aufforderungen des Publikums nach und kehrte außerplanmäßig für einige Minuten solo zurück auf die Bühne. Ein Mann, eine Gitarre, eine Bühne. Sein Song Human of the week sorgte noch einmal für einige Lacher, bevor die ungeplante Zugabe mit dem Evergreen Wonderwall von Oasis – ein Klassiker, kennt jeder, liebt jeder – besiegelt wurde. Das wurde vom Publikum selbstverständlich lautstark begleitetet, was dem Herrn Schulz ein Lächeln ins Gesicht zauberte als er die Bühne letztlich verließ. Ganz am Rande noch bemerkt: Von Freunden, die auf dem Hurricane Festival weilten, haben wir uns sagen lassen, dass das Wonderwall-Cover dort noch viel besser kam, spielten doch Noel Gallagher und seine High Flying Birds nebenan mit leichter Überschneidung zu Olli Schulz & Band auf der Blue Stage, welche besagten Song eben nicht gespielt haben.

Unser persönlicher Dank gilt Olli, der den Abend zu unserem gemacht hat und uns dies ermöglicht hat. Ein reibungsloser Ablauf sowie ein fantastischer Start in unsere Festivalsaison. In der Kathedrale unserer Herzen… Ihr wisst schon. Allerliebsten Dank jedenfalls!

Olli und seine Band sind weiterhin auf Festivaltour und spielen Anfang November zudem noch eine weitere kleine Tour, die vielleicht auch in eurer Stadt Halt macht. Geht hin oder ihr seid blöd.

http://www.ollischulz.com/termine/

http://bit.ly/eventim_Olli-Schulz

Wenn die Music nicht so laut wär, dann wär sie auch nur halb so schön

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Wir haben es tatsächlich auch noch geschafft, ein tolles Video von Ich dachte, du bist es zu filmen und schön in mediengeilen Portalen hochzuladen:

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Auf bald
Tiffi und Nina

Zauberhafte Abende mit Gisbert zu Knyphausen & der Kid Kopphausen Band

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Gisbert zu Knyphausen und die Kid Kopphausen Band gaben sich unter anderem im Bremer Lagerhaus und im Bahnhof Langendreer in Bochum die Ehre, wo wir ausnahmsweise mal getrennt voneinander im Einsatz waren – aber wir waren uns einig: Es war für uns beide ganz zauberhaft!

Es fällt uns wirklich nicht leicht, die Konzerte in Worte zu fassen… Nicht zuletzt bedingt dadurch, dass das Songwriting von Gisbert wirklich etwas ganz Besonderes ist und wir immer das Gefühl haben, dem mit unseren Worten nicht mal ansatzweise gerecht werden zu können. In seinen Texten jongliert er auf eine so lyrische und gefühlvolle Art und Weise mit der deutschen Sprache, die in der heutigen Zeit unserer Meinung nach so ziemlich einzigartig ist. Dem stehen auch die Songtexte in der damaligen Kombination mit Nils Koppruch nichts nach, die seinerzeit unter dem Namen Kid Kopphausen für Furore sorgten. Bis zu dem plötzlichen und immer noch unfassbaren Tod des ehemaligen Fink-Frontmanns. Diese Tour war nun die letzte, die unter dem Beinamen „Kid Kopphausen“ stattfand, was natürlich verständlich ist, aber dennoch ein seltsam bedrückendes Gefühl weckt.

Gisbert und die Kid Kopphausen Band berührte uns mit einer bunte Mischung der Songs von Kid Kopphausen und den Songs aus Gisberts zwei Soloalben („Gisbert zu Knyphausen“ und „Hurra! Hurra! So nicht.“). Mit „Staub und Gold“ war zudem ein Cover von Nils Koppruch dabei. Der Draht zum Publikum war sofort da und jeder Song wurde frenetisch von den Gästen bejubelt – und das vollkommen zu recht. Singer-Songwriter haben es in Bremen ja nicht immer so leicht, umso toller war die Reaktion des Publikums. Zeitweise ließen wir uns von der Melancholie einlullen, besonders „Kräne“, ohnehin schon eines unserer Lieblinge, hat es uns in der Live-Version nur noch mehr angetan – einfach grandios. Nachstehend besagte Version von der diesjährigen Tour in Freiburg von DiscorporateRec:

Aber auch Songs, die nach vorne gingen, wurden zum Besten gegeben, die das Publikum begeisterten. Wir haben wirklich lange überlegt, aber rückblickend fällt es uns schwer, einzelne Songs wirklich hervorzuheben, weil an dem Abend einfach alles insgesamt perfekt war und einfach gepasst hat. Alles hat sich letztlich zu einem Gesamtkunstwerk zusammenfügt.

Es ärgert uns tierisch, dass wir es beide nicht zum diesjährigen Heimspiel Knyphausen schaffen, welches mittlerweile auch bereits komplett ausverkauft ist. Memo an uns: Nächstes Jahr direkt vormerken. Gisbert kündigte weiterhin auf der Tour ein neues Album an, worauf man sich definitiv freuen darf. Wir sind gespannt und freuen uns jetzt schon riesig drauf!

Ein großes Dankeschön für die zauberhafte Zeit auf den Gigs und auf bald,
Nina und Tiffi