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Du hast mich angelacht und ich mochte das so sehr – Olli Schulz beim ZFR 2016

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Weise Worte, die ja so gar nicht stimmen, welche man sich aber nach 3 Bier und 26 Grad Außentemperatur gerne einbildet.

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Olli Schulz.
Wir setzen voraus, dass Herr Schulz Allen bekannt ist, die diesen lustigen Blog verfolgen. Nun gut, zurück zum Zeltfestival Bochum / Witten. Da streiten sich die Gemüter und so ganz am Rande, die Autobahnausfahrt von der A 43 ist nunmal Witten Heven.

Unpünktlich – kurz nach 18 Uhr betrat Olli die “ Bochumer“ – Bühne, begrüßte das Publikum und legte los. Leider Gottes ist die Setlist nicht mehr ganz so präsent, aber für einen ganz kurzen Nachbericht reimt man sich schon was zusammen.
Sympathisch, unterschwellig aggressiv und dennoch unfassbar charmant verlief der Start in einen wundervollen Abend.
Vom aktuellen Album gab es die Songs PhaseSo muss es beginnenAls Musik noch richtig groß warPasst schon und Boogieman. Für ein Festival die absolut richtige Wahl, es war von allem etwas dabei.
Olli selbst wirkte entspannt, erzählte kleine Geschichten zwischen den Liedern und scherzte mit dem Publikum, welches überraschend entspannt und weniger asozial war. Keine dämlichen Kommentare, keine dummen Sprüche und das im Ruhrpott. Das einseitig verliebte Pärchen eine Reihe vor uns, hat dafür alles gegeben.

Desweiteren verlief der Abend relativ ruhig und kuschelig, dazu beigetragen haben definitiv Wenn es gut ist, wird es schön sein und ein Leben lang passieren, sowie Spielerfrau.
Zu den Klassikern bzw. Favoriten gehörte wie immer Ich dachte, du bist es. Begleitet von seiner Band, mit dem wirklich putzigen Gisbert zu Knyphausen, sowie der großartigen Kat Frankie, fühlte sich das Konzert wie eine runde und perfekt durchorganisierte Familienfeier an. Wohlfühlfaktor 100%. Den Song Old dirty man sangen die Beiden im Duett und man erinnerte sich zurück, dass Olli mit Kats Stimme nur schwer mithalten kann. Die kann es einfach.

So lange einsam und Phosphormann standen ebenfalls auf der Setlist. Zeitweise sang Olli samt Akustikgitarre allein auf der Bühne, war auch schön. Das Bochumer Publikum schien jedenfalls zufrieden. Abschließend gab es vom aktuellen Album Feelings aus der Asche, den gleichnamigen Song und Kat Frankie beeindruckte noch einmal mit ihrer prägnanten Stimme.
Wir jedenfalls gingen zufrieden nach Hause 🙂

Auf bald

 

 

 

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Stay Gold – Butch Walker

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Er verkörpert alles was Rock’n’Roll betrifft.
Eine unfassbare Stimme, großartige Gitarrenriffs und jede Menge Tattoos.

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Butch Walker – Sänger / Songwriter/ Produzent/ Vater.
Ein Mann, der nur glücklich ist, wenn er Musik macht. Und jetzt ist er zurück mit dem wohl besten Longplayer der letzten Jahre. Stay Gold heißt das Meisterwerk und ist mitunter genau DIE Platte, die man hören will, wenn man eine lange, schwitzige Autofahrt bei Sonnenuntergang vor sich hat.
Bisher veröffentlichte der amerikanische Musiker einige Songs des Albums auf diversen Portalen wie Spotify, Youtube oder in der Soundcloud. Dazu gehört auch die gleichnamige Single Stay Gold. Sowohl akustisch, als auch elektronisch ist der Rocksong als erste Auskopplung der perfekte Aufmacher des Albums und macht einfach Lust auf mehr.
Der Song beschreibt das Leben mit Höhen und Tiefen, in denen man dennoch taff bleiben und immer goldig bleiben sollte. Desweiteren veröffentlichte er im Laufe der letzten Wochen den Song East Cost Girl, welcher die Welt eines Mädchen an der Ost Küste beschreibt, die mit den Hindernissen des Lebens zu kämpfen hat.
Ein weiteres Highlight des Albums und der absolute Favorit ist Ludlow Expectations. Eine Hommage an die Stadt New York. Wenn man den Song hört, bekommt man einen sehr intimen Eindruck, was Butch Walker mit dieser Stadt verbindet. Das Gefühl, ein Stück weit nach Hause zu kommen und sich frei zu fühlen.
Im eingefügten Video könnt ihr euch so ungefähr vorstellen, wie das Gefühl sein kann und diesen Menschen mit so viel Spielfreude live zu erleben.

Desweiteren ist die gefühlvolle Ballade Descending im Duett mit der Ausnahmesängerin Ashley Monroe , sowie der Song Record Store eine gelungene Abwechslung zum unverwechselbaren Rocksound. Ein bisschen Folklore angehaucht ist Lied Nummer 6 der CD, Irish Exit.  Schuhe aus und einfach tanzen.
Und in den Rest hört doch einfach selbst rein. Wilder in the heart ist garantiert der perfekte Somg zum Knutschen.

Tracklist

1.Stay Gold
2.East Cost Girl
3.Wilder in the Heart
4.Ludlow Expectations
5.Descending
6.Irish Exit
7.Mexican Coke
8.Can We just not talk about last night
9.Spark:Lost
10.Record Store                                                                                                                                 A13S4yUXrTL._SX522_

 

 

Und hier werdet ihr euer Geld los

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In diesem Sinne STAY GOLD

Guy, Will, Jonny, Chris – Coldplay verzaubern Gelsenkirchen

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Der 1. Juni 2016 sollte zu einem besonderen Tag werden. Die britische Rockband Coldplay kündigten sich in der Veltinsarena auf Schalke in Gelsenkirchen an.
Das erste Deutschlandkonzert der aktuellen A Head full of dreams – Europatour.

Man weiß gar nicht, wo man anfangen soll, zu erzählen.
Eindrücke, Emotionen und ganz viele Schmetterlinge, werden diesen Beitrag begleiten.
Somit fangen wir mit den kleinen, aber feinen negativen Dingen dieses Abends an. Abgesehen von der katastrophalen Parkplatzsituation ( 15€ für einen Platz im Matsch und gefühlte 3km laufen war schon eine Hausnummer), dominierten die Getränkepreise den Abend. Es ist Coldplay und es ist auf Schalke, somit konnte man 4,20€ für eine Cola gerade noch verschmerzen.
Schlecht wurde einem nur, wenn man einen Blick auf die Merchandiseartikel warf. Zwischen 30€ für ein Tourposter und 85€ für einen Pullover tummelte sich alles in diesem Bereich. Somit war nur ein überteuertes Shirt drin, welches man einfach haben musste.

Da wir die beiden Vorbands leider nicht mitbekommen haben, müsst ihr in den örtlichen Tageszeitungen mal schauen, was ihr darüber findet, sollen aber beide super gewesen sein, den Stimmen im Publikum nach zu urteilen.

Startschuss 21 Uhr
Feuerwerk, Konfetti und los ging dieses Wahnsinnskonzert – begleitet von einer sympathischen Diashow, in welchen Ländern die Band bereits spielte.

Die Band rund um Sänger Chris Martin betrat um 21h die aufwändig gestaltete Bühne der Veltinsarena. Riesige Blumengirlanden schmückten die A-Stage, sowie 2 große Leinwände für die hinteren Ränge.
Ein Mittelsteg reichte fast bis zum Ende des Stadions mit einer kleinen B-Stage, damit jeder Gast des Konzertes von der Band etwas hatte.
Mit A Head full of dreams starteten die Briten in der Abend.
Die Single des gleichnamigen Albums forderte das Publikum in den Rängen zum Aufstehen auf und die ausverkaufte Arena feierte Coldplay.
Ein Lächeln raunte durch die Mengen und jeder schmunzelten, als Chris Martin über den Steg lief und begann zu singen.
Putzig ist er ja schon und hach – dieses Lachen.

Yellow – der Klassiker reihte sich als zweiter Song der Killersetlist in den Abend ein und lud zum Mitsingen ein. Die Xylobands, die es vor jedem Konzert gibt, leuchteten somit in Gelb an den Armen der Zuschauer und begleiteten die Jungs bei vielen Songs durch den Abend. Zudem ist es ja nett, ein hübsches Andenken zu haben und im Nachhinein ist es beeindruckend gewesen, so viele Lichter in der Arena zu sehen.
Weiter ging es mit Every Teardrop is a waterfall, begleitet von Pyrotechnik, Feuerwerk und kleinen neonfarbenden Papiervögelchen.
Irgendwie war es wie ein großer Kindergeburtstag – laut, bunt und sympathisch. The Scientist wurde von Sänger Chris Martin am Klavier begleitet und die Pärchen im Publikum rückten etwas näher zusammen. Kuschlige Stimmung kam jedoch nur kurz auf, denn als nächster Song folgte Paradise, welcher zum Dance- Remix kurzerhand umfunktioniert wurde und die Veltinsarena tanzte.
Einer der Favoriten war aus dem aktuellen Album Birds. Dynamisch und regt zum Mitsingen an.
Chris Martin bewegte sich rhythmisch – zu allen Songs und gab dem Publikum die komplette Show über das Gefühl, etwas Besonderes zu sein.
Man geriet sehr schnell ins Schwärmen.

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Die Briten verließen die Hauptbühne nach dem ersten Set und fanden sich auf der B-Stage am Ende der Halle vor der Nordkurve wieder. EverglowLovers in Japan und Magic wurden zum Besten gegeben.
Sowohl Martins Piano, als auch die Instrumente der restlichen Band wurden durch die Stagehands über den Steg gebracht.
Nach einigen kurzen, aber herzlichen Ansprachen des Sängers, strahlte auch der letzte Besucher des Konzertes und freute sich über diesen gelungenen Abend.
Zurück auf der Hauptbühne ging die Show genauso großartig weiter, wie Sie begonnen hat. Man merkte jedoch, dass die Band auf einige Songs des aktuellen Albums verzichtet hat und mit alten Liedern doppelt punktete.
Clocks und Charlie Brown gehörten ebenso dazu, wie  Fix You. Ein weiteres Highlight war Hymn for the Weekend, trotz des Fehlens von Beyonce kam der Song beim Publikum an und wurde abermals von einem Konfettiregen und Laserspielen untermalt.
Mittelpunkt der Show waren aufeinanderfolgend Viva la Vida und Adventure of a lifetime. Drummer Will Champion gab definitiv Alles, was er hatte. Chris Martin forderte die Menge zum Sit-In auf und das Publikum gehorchte.
Die ausverkaufte Arena tanzte und freute sich über noch mehr Konfetti und Luftballons. Die Band genoss die ausgelassene Stimmung und bedankte sich zu tiefst für die Unterstützung.

Weiter ging es auf der B-Stage, wo der Wunsch in Form einer Videobotschaft erfüllt wurde. In my place. Mit See you soon verabschiedete sich Coldplay bei den Fans und Gitarrist Jonny Buckland durfte einen Part davon singen, schüchtern und zurückhaltend traf er dennoch jeden Ton und ließ sich mehrfach von Chris umarmen. Freundschaft pur.

Die Band verließ kurz die Bühne, jedoch forderten die Fans selbstverstndlich eine Zugabe. Unter Viva la vida – Chören kamen die Jungs nach einer kurzen Pausen zurück mit Amazing Day. Volltreffer.
Aber irgendwie vermisste man dann doch den einen oder anderen Lieblingssong und wurde für das lange Warten belohnt. Das vorletzte Lied des Abends war A Skyfull of Stars, welches mit einem Sternchenregen in den Farben Pink und Weiß unterlegt wurde. Die Xylobands erstrahlten zum letzten Mal an diesem Tag die komplette Location. Zum Abschluss diesen unfassbar tollen Konzertes wurde vom derzeitigen Album das wundervolle Lied Up & Up gespielt. Chris Martin saß am Klavier und unterstütze Jonny beim Gitarrensolo, wo er konnte. Die Briten verabschiedeten sich ausreichend und herzlich mit den Worten Thanks for coming beim gelsenkirchener Publikum und verließen nach rund 2 Stunden die Bühne.

Was soll man als Fazit dazu sagen? Das es eines der besten Konzerte war, die man besucht hatte oder das man definitiv die nächsten 40 Male hingeht. Es war unglaublich.
Ein herzliches Dankeschön an Alle, die diesen Abend zu etwas ganz Besonderem gemacht habe.
Guy Berryman – Bass, Keyboard
Will Champion – Drums, Perkussion
Jonny Buckland – Leadgitarre
Chris Martin – Gesang, Klavier, Rhythmusgitarre

Als persönliches Fazit, muss man sagen, dass es unvorstellbar ist, wie Chris Martin auf der Bühne schwitzt – fanden wir aber toll 🙂

 

Wer Coldplay noch erleben möchte, sollte sich beeilen, die letzten Resttickets für die Konzerte in Berlin und Hamburg sind bei ww.ebay.de oder http://www.viagogo.de zu humanen Preisen zu kaufen. Und geht hin verdammt noch mal!

Verknallte auf Bald-Grüße

 

Photos by Nina Rinke, Funke, Felix B.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hell or Highwater – David Duchovny enttäuscht in Köln

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Kurios….ist wohl das Stichwort.
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Die Erwartungen an einen Hollywoodstar sind deutlich größer, als bei einer Garagenband, die 2x im Jahr spielt – ganz klar. Der große Hype blieb dennoch aus.
David Duchovny, Schauspieler, Schriftsteller und neuerdings auch Versuchsmusiker wollte sich in der Kölner Live Music Hall austoben.
Die Zufallswiedergabe bei Youtube war Schuld an diesem Ausflug ins jecke Köln, die Erwartungen aufgrund diverser Konzertmitschnitte wurden gering gehalten und mit viel Bier würden wir diesen Abend schon überstehen.
Das Debakel fing schon bei Einlass an und nahm seinen Lauf. 19h steht auf der Karte – um 19.30h war dann mal Bewegung in der Schlange.
Macht nichts, ist halt Hollywood und das war okay. Der Regen verzog sich und man bekam wässriges Kölsch für einen guten Preis. Also bisher kein Grund zu meckern.
Supportact war der Gitarrist von Duchovnys Band Weather. Fazit – zufriedenstellend, stimmlich ganz passabel und irgendwie putzig.
Knappe 20min und 2 Zigaretten später wurde der Platz am Eingangsbereich von Security-Leuten geräumt und der Schauspieler fuhr in einem Taxi vor.
3/4 der Fans, die ebenfalls die Umbaupause zum rauchen nutzten, zückten ihre Smartphone und versuchten ein Bild von Herrn Duchovny zu ergattern.
Vergeblich, der Mann winkte ab und nahm die Hand vors Gesicht. Ein echter Hollywoodstar eben.
Die gaffende Menge erfreute sich trotzdem, ihrem Star ein Stückchen näher gekommen zu sein, wir fanden es peinlich.

Nun gut, dass Konzert startete und Duchovny performte seine Songs vom Album Hell or Highwater.
Ja ganz genau,  performen ist hier richtig gesagt. Stimmlich war das nämlich ein absolutes Desaster. Seine Band Weather unterstützte den Neumusiker bestens, einfach tolle Musiker unter falsche Regie.
Immer wieder fing der Gitarrist das stimmliche Chaos auf und übertönte das Gejammer des Hollywoodschauspielers.
Hübschere Worte lassen sich nicht finden und so ganz unter uns, es war einfach nicht geil.
Kleine Anekdoten und Witze seitens Duchovnys brachten zumindest einige Frauenherzen zum Strahlen, jedoch verunsicherte es den Großteil der Konzertbesucher, sodass ein gutes Viertel des Publikums schon nach 40min die Live Music Hall verließen. Wir hielten zumindest bis zum Schluss durch und hatten viel Zeit, um gemütlich noch ein Bier zu trinken und zu hoffen, dass es nicht noch 3 Zugaben gibt – war zum Glück nicht der Fall.
Absolutes Nicht- Highlight war definitiv das Cover eines Bowie-Songs und ja, David Bowie hätte sich das definitiv so nicht gewünscht.
Alles in allem, hätte es noch schlimmer kommen können, aber hey, wir haben den versexten Hank Moody Darsteller mal live gesehen, unter Erfahrung abgespeichert und unter Muss nicht noch mal sein gesichert.
Die einzigen deutschen Worte, mit denen er sich an das Kölner Publikum gewandt hat, waren Mutterf*cker und Arsch, also ganz beeindruckend.

Wir reden das Ganze jetzt nicht noch schlechter, sondern belassen es dabei, dass David Duchovny definitiv ein Charmbolzen mit Sexappeal ist, jedoch sollte er es bei der Schauspielerei belassen und die Musikkarriere an den Nagel hängen.
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Fotos by Martina Goyert

Motherfucking Party – Macklemore & Ryan Lewis

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„We are here, to have a motherfucking dance party“ – das waren die Worte von Ben Haggerty, besser bekannt als Macklemore. Später mehr dazu.

Flüchtig entschieden, mal ein Hip Hop Konzert zu besuchen, fiel die Wahl schnell auf das US-Duo Macklemore & Ryan Lewis. Täglich im Radio gehört und nicht mehr aus dem Kopf bekommen, Hits wie Thrift Shop oder Same Love setzen nicht nur ein politisches Statement, sondern bewirken einen Gute-Laune-Tanzmodus.

Dann endlich war es soweit, das erste Deutschlandkonzert in der Kölner Lanxessarena kündigte sich an und wir hatten Glück, noch ein paar gute Plätze abgreifen zu können. Es war das erste Konzert der European Tour Part 2, welches ausverkauft war.
Somit tingelten wir ins sonnige Köln und erahnten nur die Menschenmassen, die teilweise 19 Stunden für die Show anstanden.
Aus dem Alter sind wir raus, wobei im Nachhinein betrachtet, es definitiv wert wäre, sich für diese Ausnahmeshow so früh, wie möglich anzustellen.

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Das Kölner Publikum beschäftigte sich zwischen den Supportacts mit Smartphone-Geblinke und Laolawellen selbstständig und heizte die Stimmung vorher schon enorm an.

Um 21.30h war es dann soweit, das Licht ging aus und der riesengroße Kindergeburtstag konnte beginnen. Unsagbar große Leinwände waren ständiger Begleiter der Show und boten auch dem Fan in der letzten Reihe eine perfekte Sicht.
Ryan Lewis (Produzent, Musiker, bester Freund und extrem sympathischer Kerl) stand mittig auf einem Podest und stimmte das Publikum auf den Song Light Tunnels ein.
16 000 verrückte Menschen rasteten dann komplett aus, als Entertainer Macklemore aus dem Boden der Bühne erschien und anfing zu performen.
Nach guten 20 Sekunden wurden aus den beliebten Sitzplätzen – Stehplätze und die Arena tanzte.

Sänger und Künstler Ben Haggerty entpuppte sich als wahnsinnig witzig, charmant und publikumsnah.
So – definitiv noch nicht erlebt. Anekdoten und kleine Scherze nahm das Publikum gern entgegen.

I will tell you a little Secret – Brad Pitt is my Cousin

Einer der pesönlichen Favoriten des Abends und Song des neuen Album This Unruly Mess I’ve made. Begleitet von Streichern und ausnahmslos talentierten Tänzerinnen und Tänzern führte Macklemore durch einen großartigen Abend.

Er präsentierte vom aktuellen Album unter anderem Hits wie: BuckshotGrowing UpKevinWhite PrivilegeDance Off und St. Ides.
Zu dem Song St. Ides forderte das Hip-Hop Duo das Publikum auf, ihre Smartphones mal sinnvoll zu nutzen, indem sie ihre Taschenlampe erleuchten ließen. Zudem lud das Lied ein, sich auch auf einem Hip Hop Konzert mal in den Arm zu nehmen.
Der persönliche Favorit des Abends, auch wenn es sehr schwierig ist, sich für einen Song zu entscheiden.

Die ganz großen Hits wie Thrift Shop oder White Walls erreichten das Publikum selbstverständlich noch mehr.
Macklemore und Ryan Lewis zogen sich dekadent einen Pelzmantel über und fegten über die Bühne. Die Fans tanzten sich das letzte bisschen Kraft aus den Rippen. Inmitten dieser ganzen Show suchte der Entertainer Ben wieder einmal die Nähe zu seinem Publikum.
Bei dem Song Let’s eat, verteilte er Kuchen am Bühnenrand und genoss die volle Aufmerksamkeit. Wir dachten uns nur, mein Gott, ist der sympathisch.

Absolutes Highlight und Abschluss des Konzertes war der Song Can’t hold us. In dem dazugehörigen Video gab es Crowdsurfing, Party und Spaß. Und genauso war es. Macklemore verließ die Bühne und stieg auf die Hände seiner Fans. Er performte, als gäbe es kein Morgen mehr.
Nach einer kurzen Pause und viel Applaus, gab es natürlich nicht nur eine Zugabe, sondern 3. Und eine besser als die Andere. Man dachte, es gäbe keine Steigerung mehr, aber die gab es. Macklemore kam mit dem Tanzhit überhaupt und einem spektakulären Kostüm zurück. And we danced. Und ja es tanzten wirklich diese 16 000 Menschen in der Lanxessarena. Anschließend holte er 2 Fans aus der Masse auf die Bühne und forderte die Leute auf, gegeneinander zu tanzen zu einem sogenannten Dance off.
Sehr unterhaltsam, aber man wusste, dass dieser Abend sich dem Ende zuneigen würde. Desto überraschender war das, dass Macklemore und Ryan Lewis diesen Abend mit der aktuellen Single Downtown und Stargast Eric Nally abschlossen.
Eric Nally, der verrückte Typ aus dem Musikvideo; extravagant und völlig abgedreht, trifft es wohl am Besten. Seine Moves auf der Bühne sahen schon irgendwie krankhaft und abgespaced aus, aber er begeisterte jeden einzelnen Fan in Köln.

 

Anbei ein kleiner Einblick in diese unglaubliche Show

Wir verließen das Konzert mit gemischten, jedoch positiven Gefühlen und fragten uns, wann wir Macklemore & Ryan Lewis denn wiedersehen würden…Wir entschieden uns für Dortmund und freuten uns wahnsinnig, in 10 Tagen das Duo nochmal live erleben zu erleben. Deshalb gilt dieser Bericht für beide Konzerte.

Special Thanks to the wonderful Ryan Lewis, the big Macklemore and the fantastic rest.

Photos by Nina Rinke
by Zoe Rain

 

Auf Bald ihr Hübschen

 

 

Kult on Tour – Borderfly wagen den Sprung

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Borderfly – sollte man sich merken

Im Rahmen des Clubfestivals Kult on Tour gaben die Jungs von Borderfly ihre Bühnenpremiere und spielten ihr erstes Konzert im ausverkauften Panic Room in Essen. Ihr kennt die Band gar nicht, dann solltet ihr auf das kommende Debut-Album definitiv nicht verzichten.
Namen wie Breaking Benjamin, Stonesour oder Disturbed schwirren einem im Kopf, sobald die Band rund um Sänger Manuel Demann ihre Instrumente in die hand nimmt und beginnt zu spielen.

So ganz am Rande zum Verständnis: Borderfly sind eine vierköpfige Band aus dem schicken Düsseldorf, 2 Brüder gemischt mit 2 Freunden. Und fertig ist eine Band gegründet, die auf harten Rocksound und anspruchsvolle Riffs zurückgreift. Jedoch immernoch tanzbar und potentiell groupietauglich.
Alzu viel ist zur Bandgeschichte nicht zu sagen, da die Jungs noch am Anfang ihrer Karriere stehen und herausfinden wollen, ob Sie die Massen begeistern können. Das sollen die ersten beiden Konzerte zum Jahresbeginn zeigen. Rechtzeitig wurden einige Tage vorher die letzten Vocals eingesungen, T-Shirts für den Merchstand gedruckt und nochmal ordentlich Zeit im Probenraum verbracht, um im Panicroom abzuliefern.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Location klein und fein, Publikum samt Familienmitgliedern und Freunden definitiv gespannt und anspruchsvoll. Die Jungs wollten ja auch nicht versagen, schon gar nicht, wenn 3/4 der Menschen weiblich sind. Zur Akustik kann man nur sagen, dass es nunmal ein kleiner Laden war und nicht unbedingt mit der Lanxessarena vergleichbar ist, dementsprechend war es für den ein oder anderen Gast an diesem Abend merklich zu laut. 21.30h Showtime.
Verhalten und schüchtern lächelnd betraten Borderfly die Bühne. Nachdem sich jeder der Jungs an sein Instrument klammerte, fielen nach den ersten Vocals auch langsam die Hemmungen und man begann mit dem Publikum zu spielen und die feiernde Menge miteinzubeziehen. My Coma hieß der erste Song des Abends, gefolgt von Travel back in Time, das Publikum feierte.
Den Titel Forgive Forget, den man zumindest bei Youtube schon das ein oder andere mal angeklickt hat, durfte selbstverständlich nicht fehlen und es konnten sogar einige Besucher textsicher mitsingen.
Fight Again (der persönliche Favorit an diesem Abend) entpuppte sich als Magnet und auch die letzte Reihe tanzte sich nun alles von den Rippen. Man verbindet schon mit dem Titel des Liedes einige kleine persönliche Momente, in denen man immer wieder aufsteht und nochmal kämpft. Des weiteren wurden Fly, Deadlock und Break my fall gespielt und irgendwie dachte man sich, warum ist das Konzert denn schon vorbei? Kleine Anekdoten und verträumte Blicke rundeten den ersten Auftritt der Düsseldorfer hervorragend ab.

Danke für einen wunderschönen ersten Auftritt Manuel Demann, Geritt Uffmann, Thomas Neitzel, Tim Uffmann und Eric Timann (der Typ hat den Ton abgemischt)

Wer die Jungs verpasst hat bzw Bock auf ehrliche Livemusik hat, sollte am 06. Februar ins Düsseldorfer Spilles huschen.

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Auf Bald

Johannes Oerding über Tourstreiche,Pferdeposter und Superheldenkräfte

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Die ausverkaufte Kulturfabrik in Krefeld war ein kurzer Zwischenstop auf der noch laufenden Alles Brennt Tour 2015.

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Die wirklich einzige negative Kritik an diesem Abend hat diesmal absolut nichts mit dem Künstler zu tun, sondern mit der Lage der Location.
Eingekesselt zwischen einer Dönerfabrik und einem Gelände, dass sich Curry-Ink schimpft, befand sich die doch in die Jahre gekommende Kulturfabrik.
Grünfläche Fehlanzeige, dafür fühlte man sich außerhalb der Konzerthalle wie beim Abdecker, durch die vorbeifahrenden Lastkraftwagen.

Der Tag startete für uns am frühen Nachmittag ohne Frühstück, dafür mit einem herzlichen und gut gelaunten Johannes Oerding, der sich Zeit für ein Interview zwischen Touralltag und Familienbesuch nahm.

Was magst du am meisten an eurem Tourbus?
Mein Schlafzimmer! Da ich durchaus mehr Termine zwischen den Konzerten habe, brauche ich auch mehr Ruhe als der Rest.
Eingeengt schlafen ist nichts für mich, das wäre für alle Beteiligten eine Zumutung, wenn ich mit schlechter Laune jeden Tag wach werde. Da darf man dann schon mal den Chef raushängen lassen oder?
(lacht)
Zudem ist es schon Luxus, wenn du einen vollen Kühlschrank, eine Playstation und all das hast, man kann sich somit nacht um 3h immer ein Sandwich machen, da haben wir schon ganz andere Nightliner erlebt, die völlig abgeranzt waren. Somit genießt man das etwas mehr, obwohl es doch schöner ist, bei einem Off-Day mal im Hotel zu schlafen und dort zu duschen, als in der jeweiligen Halle, wo man spielt.

Gespräche unter Männern, gibts Streit oder über was quatscht ihr so?
Erstaunlicherweise gehen wir alle sehr peacig und entspannt miteinander um, klar gibt es auch mal Spannungen, wenn man so lange unterwegs ist.
Irgendwann geht man sich nun mal auf den Sack. Natürlich wird viel über die Arbeitswelt gequatscht, wir machen Musik zusammen und sprechen auch viel über die Auftritte. Aber trotzdem ist es wie auf Klassenfahrt, wir trinken was, wir spielen Spiele, laufen durch die jeweiligen Stadt. Bisher sind uns die Gespräche noch nicht ausgegangen.

Vermisst du denn was?
Bis auf das normale soziale Umfeld, Menschen mit denen man sonst Zeit verbringt, wo man denkt, mensch wäre schon schön, die mal zu sehen, eigentlich nichts.
Ich bin immer gern unterwegs,alles was man braucht habe ich auf Tour, bei den Jungs sieht das immer etwas anders aus, die haben Kids und für die ist das manchmal wirklich schwer, da besteht eher der Drang nach Hause zu wollen, wahrscheinlich auch, weil die in den kleineren Betten schlafen müssen.

Du bist aktuell in ganz Deutschland unterwegs, peinliche Momente gibts da bestimmt auch auf der Bühne?
Ohja, natürlich gibt es Klassiker, wie zum Beispiel den Namen der Stadt zu verwechseln. Deshalb klebt mir mein Tourmanager den Stadtnamen an den Bühnenrand, passiert also nicht mehr. Ausrutschen ist ebenfalls sehr beliebt und Hose offen eben auch gern.
Schwierig bzw lustig, wenn ein Gag nicht zündet, dann versuchst du die Situation irgendwie aufzufangen. Es ist die Summe an Kleinigkeiten, die manchmal sehr peinlich sein kann.
Wenn man sich selbst nicht zu ernst nimmt, dann kommt man auch charmant aus so einer Situation wieder
raus.

Deine Fans verzeihen dir ganz sicher deine offene Hose, wie ist dein Bezug zum Publikum?
Wenn du dir in deiner Branche einen Namen gemacht hast, entwickelt sich irgendwann eine Hardcore-Fanbase, die wirklich eine komplette Tour mitnehmen, ihren Urlaub dafür verplanen und das Geld sparen, um dich auf der Bühne zu sehen.

Also man sieht schon immer gut 30 Leute, die ihren Platz in der ersten Reihe verteidigen, aber auch vielen Leuten von mir erzählen, demnach habe ich ein sehr treues Publikum, was mich von Anfang an begleitet hat. Es ist extrem wichtig, so ein Publikum zu haben und es ist ein gutes Gefühl, wenn du Fans an deine Musik binden kannst.
Sollte das nächste Album floppen, kann ich immernoch vor 100 Leuten spielen und diese berühren.

Ihr seid fast nur Jungs, was spielt ihr euch für Streiche während der Tour?
Das Schlimmste war glaube die Situation mit meinem Koffer, der angeblich von unserem Sicherheitsmann verschludert wurde.
Er ist total sensibel und unser Tourmanager sagte ihm, dass mein Koffer weg wäre und ich total ausgerastet bin.
Das ging soweit, dass ich meinen Ersatztourmanger anrufen musste, da der Alte rausgeschmissen wurde. Und alle haben mitgemacht.
Der hat sich so Vorwürfe gemacht, weil andere Ärger bekommen haben. Abends beim Schnitzlessen in Wien haben wir ihn dann erlöst – nach guten 6 Stunden, er war wirklich richtig sauer, aber es hat echt Spaß gemacht.

Wie auf Klassenfahrt eben – Jungs halt.

Was ist denn dein persönlicher Lebensrettersong?
Was ich immer hören kann ist Streets of Philadelphia von Bruce Springsteen. Auch wenn der Song sehr monoton wirkt und einfach komponiert ist, drückt dieser Song immer auf einen Knopf. Egal ob bei guter oder schlechter Laune.

Johannes, wenn du vom Blitz getroffen wirst und eine Superheldenkraft hättest, welche wäre das?
Hab ich schon mal drüber nachgedacht, ich glaube, Gedanken lesen, um die Menschen besser zu verstehen und um die richtigen Worte zu finden. Kann spannend sein.

Aber auf Dauer bestimmt anstrengend…
Klar, jede Superheldenkraft ist anstrengend. Ich mein, wärst du unsichtbar, rennst du auch in die Mädchenumkleide, aber irgendwann wirds langweilig. Ich denke, ich bleibe beim Gedanken lesen.

Was hang früher bei dir an der Wand?
Ich war verrückt nach Guns N‘ Roses, ich hatte alles, Kassetten, Poster etc. Früher gab es doch bei Karstadt für 10 Mark die großen Poster. Die habe ich mir immer gekauft. Aber ich hatte auch David Hasselhoff an der Wand hängen, hauptsache dir war voll. Irgendwann waren es auch Tierposter, gerne Pferde. Das war dann wohl die Übergangszeit vom Kind zum Teenager.

Deinen letzten Kater hattest du?
Gestern waren wir alle verkatert. Sonst sind wir alle sehr diszipliniert während der Tour, aber gestern haben wir eine andere Band kennengelernt und mit in den Nightliner genommen und dann ist die Situation entglitten. Es kam alles zusammen an Bier und Schnaps, am nächsten Tag haben sich dann alle nur beim Bowling mit einem Auge angeguckt.

Was trinkst du da an so einem Abend bevorzugt?
Das was da ist und weg muss. Wir haben da seit Jahren ein Ritual, dass wir vor jedem Auftritt einen Ramazotti trinken. Im Nachhinein wünschte ich mir, dass ich ein besseres Getränk ausgesucht habe. Ansonsten alles quer Beet, über Longdrinks bis hin zu einem leckeren Wein, aber einen guten Grappa würde ich nicht verschmähen

Dankeschön

Was wir zum Konzert sagen können, lest euch den Bericht aus Köln durch.
Johannes Oerding ist live einfach unsagbar toll, 110% auf der Bühne, publikumsnah und sehr charmant, ein Vollblutentertainer eben, der für seine Musik lebt. Die zwischenmenschliche Basis zwischen ihm und seiner Band ist mehr als harmonisch, indem er den Spagat zwischen scherzen und loben schafft. Jedes Bandmitglied bekam einen Solopart, wobei wir gern noch mehr von Drummer Simon Gattringer gehört hätten, aber man kann ja nicht alles haben. Es war schön, die gewünschte Gänsehaut bekamen wir und waren mehr als zufrieden mit dem wunderschönen Verlauf diesen Tages. Deshalb verzichten wir auf einen Konzertbericht und hängen euch ein paar Fotos dran.

Wir möchten uns bei Johannes, bei Patrick, bei der Kufa und bei dem lustigen Mann mit den langen Haaren bedanken, der uns um 14h Ramazotti, Sekt und anderen Kram andrehen wollte.

Wir wünschen Johannes nach diesem erfolgreichen Jahr ein paar sonnige und erholsame Wochen Urlaub und freuen uns auf das kommende Jahr mit vielen brennenden Momenten.