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Fightstar – sollte man sich antun

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Zurück auf dem Schirm und besser denn je – Fightstar

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Die aus England stammende Band Fightstar präsentiert nach 6 Jahren und einer gefühlten Ewigkeit ihre neue Single Animal. Viele Comebacks scheitern, werden in eine Schublade gesteckt oder von Fans nicht richtig ernst genommen. Anders jedoch läuft es bei der Alternativ- Rockband Fightstar.
6 Jahre sind eine vedammt lange Zeit – dachten sich wohl auch die Bandmitglieder Dan Haigh, Omar Abidi, Alex Westaway und Charlie Simpson. Nachdem der Frontsänger mit der unverwechselbar tiefen Stimme sich Solo- Projekten widmete und die E-Gitarre gegen eine Akustik- Gitarre tauschte, überraschte er im Herbst 2014 mit einer kleinen Comebacktour in England inklusive seiner alten und immernoch bestehenden Band. Sozusagen das 10jährige Jubiläum.

Die Konzerte waren innerhalb von Minuten ausverkauft. Musikalisch kann man Fightstar nichts nachsagen, die Band hält was die Alben versprechen, lauter- harter Sound. Höhepunkt für alle glücklichen Konzertgänger war die Ankündigung einer kommenden Tour, sowie ein neues Album.
Jetzt ist es endlich soweit.

Am Freitag, den 07.08.2015 wurde in allen Internetportalen die neue Single Animal reingeschmettert. Wir sind mehr als begeistert, auch wenn wir 2x reinhören mussten. Charlie Simpson beeindruckt mit Scream- Core Einlagen und sanften Klängen zugleich. Der Song selbst handelt von einem Tier, was befreit werden will und immer wieder aufsteht. Eine Zeile des Songs Can we not go any faster, than we are going now?, deutet auf Zukunftspläne der Band, sowie das Tier Fightstar hin, welches den Prozess der Weiterentwicklung nicht aufhalten kann und will.  

Auf der Insel sprach man von einer Killer Comeback Single. Die Backing- Vocals wurden von Gitarrist Alex Westaway eingesungen, sowie man das aus früheren Songs schon kannte.
Dazu sollte man erwähnen, man muss das einfach mögen. Klassischer Alternativ Rock ist das nun mal nicht. Gewöhnungsbedürftig sind die Synthesizer- Klänge, kennt man so gar nicht von der Band, ist aber auch nicht schlecht. Angemerkt, dass das Nebenprojekt von Westaway und Haigh (Bass) Gunship, ein Mix aus Electro- Retro – Punkrock, Einfluss auf die Single hatte. Spielt auch alles keine Rolle, die Single ist der Wahnsinn.

 

Auf Bald
Tiffy und Nina

Das dazugehörige vierte Album der Briten Behind The Devil’s Back könnt ihr ab dem 16. Oktober kaufen oder einfach auf ihrer Homepage vorbestellen.
http://www.fightstarmusic.com/

 

 

Im Oktober sind Fightstar auf Tour – allerdings nur in England – machbar oder?

17 London Troxy
18 Southampton University
19 Exeter Steelyard
21 Wolverhampton Wulfrun Hall
22 Norwich Waterfront
24 Manchester Ritz
25 Newcastle University
27 Edinburgh Liquid Rooms
28 Aberdeen Garage

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Glück muss man mal haben – GLORIA beim Bremen Vier-Vorspiel am 03.08.2015

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Manchmal muss man halt doch den Hörer in die Hand nehmen, so dachte ich, als ich mich in der letzten Woche an die Strippe hing und mich daran versuchte, bei Bremen Vier Gästelistenplätze für ein exklusives Vorspiel von Gloria zu ergattern. Siehe da – das Glück war mir tatsächlich direkt hold! Zwei Minuten später hatte ich das „Go“ vom äußerst netten Mitarbeiter von Bremen Vier. Ich war wirklich angenehm überrascht, angesichts der Tatsache, dass es nur insgesamt um die 10 Gewinner geben sollte, die jeweils mit einem Anhängsel antanzen durften.

Am 03.08. ging es somit für uns um kurz vor 18 Uhr zum Sender. Da konnte man das gute Wetter draußen auch mal verschmähen und zu „Kellerkindern“ werden, egal. Vom vorherigen Arbeitsmodus noch nicht ganz runter und den quälenden Gedanken „Oh mein Gott, schaffen wir’s überhaupt pünktlich?!“ noch nicht gänzlich abgelegt, ging es schon hoch ins Bremen Vier-Studio, welches natürlich im vierten Stock im Gebäude der kleinsten Rundfunkanstalt der Bundesrepublik aufzufinden ist.

Nach kurzer Studioführung betraten wir das kleine Wohnzimmer, welches die nächste Dreiviertelstunde unser Konzertsaal sein sollte. In der anonymen Masse untergehen war bei 20 Leutchen jedenfalls nicht drin, wie Sänger Klaas wenig später auch noch selber anmerkte. Und wir waren sau gespannt auf ein paar Songs des neuen Albums. Die Single Geister waberte ja schon seit 8-12 Wochen durch die deutsche Radiolandschaft, bevor der Song letztlich vor kurzem endlich als Single erschien. Das gleichnamige Album wurde vorgestern auf den Markt gebracht und die erste Singleauskopplung machte auch vorher schon Bock auf mehr:


Lange mussten wir nicht auf Mark, Klaas & Co. warten, die an diesem Abend ein kleines Akustik-Set zum Besten geben würden und sich an diesem Abend ganz handzahm präsentierten, man sei ja hier schließlich nicht bei Circus HalliGalli. Mark (an dem Abend Akustik-Gitarre und Backing Vocals) und Klaas (Gesang) sind ja durch diverse andere Projekte schon bestens bekannt, das brauchen wir an dieser Stelle wohl nicht mehr erwähnen. Unterstützt wurden sie von einem Teil ihrer Live-Band, die sich an Keyboard und Percussion bedienten.

Wie die beiden verlauten ließen, sei dies das erste Mal, dass die neuen Songs vor Leuten gespielt werden, die nicht zum Freundes- oder Familienkreis gehören – wobei, so genau könne man das ja gar nicht sagen: Mark kommt schließlich aus Bremen und vielleicht ergab sich da ja noch die ein oder andere Verästelung… Zum Reinkommen wurde aber mit einem Stück der letzten Platte gestartet – Warten. Darauf folgten dann auch schon einige Lieder der neuen Platte: Kreis, wovon seit geraumer Zeit eine Live-Version auf YouTube zu finden ist:


Natürlich wurde auch Geister als aktuelle Single zum Besten gegeben. Unser Favorit an diesem Abend war aber definitiv Haut – ein echt ganz wundervoller Song, der uns im Akustik-Gewand besonders ansprach. Der Arbeitstitel hiervon war anfangs wohl gänzlich anders, über den sie den Mantel des Schweigens warfen – das hätte uns ja doch noch interessiert, aber nun gut 😉 Videos der Session von Kreis und Haut findet ihr glücklicherweise auf der Bremen Vier-Homepage. Überzeugt Euch selbst unter: http://www.radiobremen.de/bremenvier/musik/videos/gloria378.html

Wir glauben, dass Neu beginnen noch gespielt wurde, sind uns aber irgendwie nicht mehr so ganz sicher. Zum Abschluss gab es das Cover einer „total unbekannten Band“, der man doch auch in Deutschland zu Aufmerksamkeit verhelfen und Wind unter den Flügeln verleihen muss und es auf diesem Wege gerne macht. Gemeint war Enjoy the silence von Depeche Mode, welches sie in der Vergangenheit schon des Öfteren darboten. Auf jeden Fall merkte man ihnen die große Leidenschaft zur Musik und die Freude, diese zusammen zu fabrizieren, definitiv an. Zum Glück werden ihre Werke seit ca. 2 Jahren auch mit der Öffentlichkeit geteilt, was zuvor lange Zeit ja nicht der Fall war.

Zwischen den Songs wurde selbstverständlich auch ein wenig gequatscht und die beiden Protagonisten zeigten sich dabei wie gewohnt sympathisch und humorvoll. So erfuhren wir, dass die beiden ihre Songs sowohl allein im dunklen stillen Kämmerlein als auch zusammen im Verbund schreiben. Es sind nicht unbedingt autobiographische Themen, die ihre Songtexte behandeln, sondern menschliche und gesellschaftliche Themen, die jeden Einzelnen betreffen und in denen sich jeder irgendwo wiederfinden kann. Mit einem Augenzwinkern erzählen sie, dass der Prozess derart aussieht, dass Ideen untereinander ausgetauscht werden, woraufhin das große Hauen und Stechen zwischen den beiden beginnt und das Loch der Demütigung sehr tief gegraben werden muss, damit der andere da nicht mehr alleine rauskommt, um die eigenen Songtextideen durchzukriegen. Da fällt auch öfter mal der Spruch: „Das ist ja schlimmer als Achim Reichel.“

Zwar bestand wohl kein großer Druck, das zweite Album so schnell nachzuschießen, sie hatten aber persönlich an sich den Anspruch, den eingeschlagenen Pfad weiterzugehen und den altbekannten roten Faden weiterzuverfolgen. Schon beachtlich, dass sie, obwohl sie zusätzlich so viel um die Ohren haben, schon 2 Jahre nach dem Debüt ein zweites, wieder phänomenales Album rausbringen. Das schaffen selbst viele andere „hauptberufliche“ Bands nicht.

Nach insgesamt 6 Songs verließen wir zufrieden den kleinen, nach dem Mini-Gig extrem aufgeheizten Raum. Wie Klaas und Mark kürzlich in einem Interview bemerkten, sind ihre Lieder dafür gemacht, in sie einzutauchen und für die Dauer in ihnen zu verweilen – Chapeau, bei den an diesem Abend gespielten Songs und mit dem gesamten Album haben sie das absolut erfüllt! Nachdem die Combo mit dem ersten Album viele überrascht hat, birgt der Nachfolger weniger Überraschungsmomente. Es schließt vom gefühlvollen Setting an das erste Werk an, sie bleiben sich und ihrem Sound treu und das ist absolut perfekt so. Wenn es nicht sogar auf diesem Album noch besser gelingt als auf dem ersten.

Die Melodien sind eingängig, die Songtexte sind unserer Meinung nach wieder wundervoll emotional, sensibel und klug, ohne dabei zu pathetisch zu klingen oder Phrasendrescherei zu betreiben. Gesungen mit passender berührender, teilweise melancholisch, heiserer Stimme. Sie behandeln Gefühle, Verletzlichkeit, Träume, Ängste, Hoffnung und schaffen es auf beeindruckende Art und Weise, daran zu erinnern, was im Leben wirklich wichtig ist und welche Fragen man sich stellen sollte. Für uns das perfekte Album zum innehalten, Augen schließen, sich berühren lassen und die Welt einfach mal rechts und links vorbeirauschen lassen, um sich danach ebendiesen Fragen zu widmen.

Vielen lieben Dank jedenfalls für diesen entzückenden und besonderen Abend an Bremen Vier und natürlich an GLORIA! Nach dem Akustik-Gig haben wir, wie Gloria auch, ordentlich Bock auf die „laute“ Tour im Herbst diesen Jahres.

Die Bremen Vier-Vorspielwochen gehen im Übrigen noch weiter. In der nächsten Woche werden Madsen zu Gast sein und auch BOY werden sich noch die Ehre geben. Versucht Euer Glück – es ist ein echt tolles Erlebnis. Informationen gibt es hier: Bremen Vier-Vorspielwochen

Da wir bekanntlich Wiederholungstäter sind, haben wir Tickets für die GLORIA-Tour selbstverständlich schon im Schrank liegen. Wir können sie nur wärmstens empfehlen und sie sind im Herbst bestimmt auch in Eurer Nähe anzutreffen. Die Venues sind nicht allzu riesig, also lohnt es sich wohl, schnell zuzugreifen:

01.10.2015 Kulturzentrum Lagerhaus, Bremen
02.10.2015 Stadtgarten, Erfurt
03.10.2015 Strom, München
04.10.2015 Chaya Fuera, Wien
09.10.2015 Gloria, Köln
10.10.2015 Pavillon, Hannover
11.10.2015 Wizemann, Stuttgart
16.10.2015 Weststadthalle, Essen
17.10.2015 Sankt Peter, Frankfurt
18.10.2015 Astra, Berlin
23.10.2015 Skaters Palace, Münster
24.10.2015 Grünspan, Hamburg
12.11.2015 Helgas Stadtpalast, Rostock
13.11.2015 Werk 2, Leipzig
14.11.2015 Moritzhof, Magdeburg

Tickets gibt’s hier und auch hier.

Aktuelle Informationen findet ihr auf der Homepage und der Facebook-Seite der Band:
http://gloriamusik.de/
https://www.facebook.com/hoertgloria

Ein musikalisch feuchter Sonntag – Deichbrand 19.07.2015

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Tatort Nordholz / Cuxhaven – Überraschungen am Sonntag beim Deichbrandfestival

 

Ein überraschender Tag mit ganz viel Musik und Regen wartete auf uns, als wir bei leicht bewölktem Himmel ins Auto sprungen und die gut 45 Minuten bis nach Nordholz durchbretterten. Der erste Regen kam nach guten 3 Minuten und wir stempelten es als kleinen Schauer ab. Umso weniger überrascht waren wir, als wir im konstant strömenden Regen auf dem Gelände eintrafen. Selbstverständlich haben wir die Gummistiefel zu Hause gelassen, um uns nach einer guten halben Stunde im durchgeweichten Matsch mit den übrigen Festivalbesuchern zu identifizieren und mit nassen Schuhen den Rest des Tages zu überleben. Großartig! Zudem flüchtete ein Großteil vor dem prophezeiten Sturm und verließ vorzeitig den nassen Norden.
Ganz ehrlich, wir haben auch drüber nachgedacht, wieder zu fahren.
Nun gut, dann stürzen wir uns ins Getümmel und gucken mal, was so geht.

Mit einem Bierchen und wenig gewürztem Essen (war trotzdem lecker) setzen wir uns und wurden von Ferris MC mehr als positiv besungen. Der kann auch Gitarre spielen? Wussten wir nicht, war aber gut. Sogar richtig gut. Für uns das absolute Highlight am Nachmittag, die Stimmung des Publikums war feucht fröhlich, zufrieden. Man wärmte sich bereits ab dem frühen Vormittag mit alkoholischen Getränken, um den Tag durchzustehen.
Weiter im Programm ging es mit der aus Liverpool stammenden Alternativ- Rock- Band The Wombats. Ebenfalls noch nicht live gesehen, man kannte aber dennoch einige Hits wie Moving to New York, Tokyo und Your Body is a Weapon. Die Engländer hatten mehr als Spaß und eroberten viele Herzen innerhalb von 90 Minuten. Musikalisch hochwertig und die gewisse Arroganz auf der Bühne haben sie aus Großbritannien mitgebracht. Wir fanden es toll, zudem hatten wir endlich mal Gesichter zu den Stimmen.
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Dann folgte für uns eine kurze Bierpause und man lauschte unter dem Zelt, in dem der Regen mittlerweile Einzug gebot , den Blood Red Shoes. Ebenfalls aus England stammend, brachten sie den guten Rock mit auf die Waterstage. Langeweile konnte also gar nicht aufkommen. Zudem konnten sich unsere Füße vom kalten Feld erholen und man wippte sich den regen von den Schultern. Langsam füllte sich dann auch der erste Wellenbrecher vor der Firestage (da waren wirklich Flammen am Bühnenrand) und wir hüpften zurück in die Nässe. Mittlerweile sahen alle Besucher des Festivals gleich aus. Die Haare klebten im Gesicht, die Jeans bekamen eine eigene, unverwechselbare Waschung durch den Schmutz und einige Irre rissen sich die Klamotten vom Leib, jetzt war also alles egal.
Wir gesellten uns zu einigen Freunden und Bekannten und tauschten ein paar Worte über den bevorstehen Auftritt von Mando Diao aus. Einige hatten sich bereits nach der Neuzusammenstellung der Band den ersten Auftritt im nördlich gelegenden Kiruna in Schweden ein paar Tage zuvor angesehen – und waren begeistert. Zusammenfassend war es mehr als solide, unterhaltsam und einfach wie früher. Aber darüber schrieben wir ja einige warme Worte in unserem Bericht zuvor.
https://lautundunanstaendig.wordpress.com/2015/07/25/mando-diao-spielen-um-die-herzen-des-publikums-deichbrand-2015/

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Das Feld leerte sich zeitnah nach Auftrittsende und die Festivalgänger bequemten sich zu Thees Uhlmann. Der Frontmann von Tomte war als Solo-Künstler unterwegs und begeisterte. Vorweg sollte man sagen, entweder man mag ihn oder eben nicht. So richtig entscheiden konnten wir uns auch nicht. Live war er wirklich gut erträglich und mit durchgenässten Klamotten kuschelte man sich aneinander. Hach, der Thees , wurde ungefähr 25x ins Glas gehaucht. Überraschend traten Headlinder Fettes Brot auf die Bühne und stimmten auf den finalen Schluss des Sonntags ein. Zusammen mit Thees wurde gesungen, gelacht und gefroren. Man sah allen an, dass es arschkalt war. Zum Laichen und Sterben ziehen die Lachse den Fluss hinauf, Sommer in der Stadt und Zugvögel, waren nur einigee Klassiker, die zum Besten gegeben wurden. Derweil steuerten wir den nächsten Stand an und versorgten uns mit Getränken, anschließend gönnten wir uns eine kleine Mahlzeit zwischendurch und verbrachten noch eine gute Zeit mit besagten Freunden und Bekannten. Lästern, Schwärmen, Meckern – typische Frauenrunde eben.
Es war wirklich nett.

Nach einem kurzen, aber herzlichen Abschied, zog die eine Hälfte mit Tequila weiter übers Gelände, die Andere kämpfte sich durch den Matsch, Richtung Bühne und nahm noch einen Teil von Fettes Brot mit.
Mit Dynamit und Farben eröffneten die Brote die Show um 22Uhr und man erinnerte sich wieder an frühere Konzerte, live einfach fantastisch und unterhaltsam. Absolut empfehlenswert, wenn man Bock auf Tanzen und guten deutschen Hip Hop hat. Zeitgleich blitzte es hinter uns am Himmel, der sich mittlerweile schwarz- rosa färbte. Dann die Unwetterwarnung über die Monitore auf dem Gelände, wir wussten, dass für uns der Zeitpunkt gekommen war, den mittlerweile unerträglichen Regen zu verlassen. Tanzend verließen wir das diesjährige Deichbrandfestival und freuten uns auf die Heizung im VW Fox (wir fahren beide die gleiche Möhre). Endlich am Auto angekommen pfefferten Fettes Brot Nordisch by Nature raus und wir wussten, ein ganz langer Abend wird es für die restlichen Besucher nicht. Dennoch fuhren wir zufrieden, mit Handtuch auf dem Kopf und völlig erschöpft nach Hause.

 

Danke Deichbrand – du geiles Pferd (ja, ist von Ingo Donot geklaut – aber immer und überall einsetzbar)
Tiffy und Nina

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Und für alle, die kommendes Jahr die Schlammschlacht mitmachen wollen – der Vorverkauf hat bereits begonnen.

http://www.deichbrand.de/

Mando Diao spielen um die Herzen des Publikums – Deichbrand 2015

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Mando Diao finden zurück zu alter Form – ohne Gustaf Norén

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Bitterkalt und unangenehm nass – beschreibt das diesjährige Deichbrandfestival in Nordholz/Cuxhaven wohl am besten. Typisch Norden halt. Etwas zu optimistisch hatten wir an die Gummistiefel nicht gedacht, aber immerhin waren Regenjacken in unserem Repertoire vorhanden. Der Stimmung auf dem Festival tat dies dennoch keinen Abbruch, ist man doch schlechtes Wetter in diesen Breitengraden durchaus gewöhnt.

Mit dabei auf dem diesjährigen Deichbrand waren auch die schwedischen Jungs von Mando Diao. Wir erinnerten uns mit gemischten Gefühlen an die von uns besuchte Tour im November 2014. Zwischen „künstlerisch hochwertig“ und „furchtbar peinlich“ bewegten sich hierbei die Kritiken. Wir selbst waren, nennen wir es mal überrascht, ob positiv oder negativ sei dahin gestellt, da wir mit der Band schon groß geworden sind. Grundsätzlich waren wir vor dem Auftritt auf dem Deichbrand schon skeptisch, da wir kaum einschätzen konnten, was uns nun erwartet – den letzten Rest Berechenbarkeit hatte die Band definitiv mit der Tour im letzten Jahr „eingebüßt“, wenn man diese mit den vorangegangenen Jahren vergleicht. Künstlerische Freiheit und Entfaltung in allen Ehren, aber so ganz wussten wir diese Phase der Band wirklich nicht einzuordnen. Dann der plötzliche Wendepunkt – vor geraumer Zeit wurde im Frühsommer diesen Jahres verkündet, dass Gustaf Norén und die restliche Band getrennte Wege gehen. Ob das jetzt die richtige Entscheidung oder das Ende der schwedischen Rockmusiker sei, zeigte der erste Auftritt in Deutschland mit neuem Gitarristen Jens „Jerre“ Siverstedt…

Jens "Jerre" Siverstedt
Jens „Jerre“ Siverstedt

Jens Siverstedt ist ebenfalls Musiker und Teil des schwedischen Hip Hop Duos Mofeta & Jerre und wurde von Frontmann Björn Dixgård als neues Bandmitglied vorgestellt. Persönliche Meinung? Passt! Er fügte sich überraschend gut in die Band ein.

19.15h – Startschuss für den Neuanfang in Deutschland. Und unser erster Gedanke war: Yes! Sie haben tatsächlich wieder anständige Gitarren in der Hand! Björn begrüßte die Menge, eroberte allein mit seiner kratzig-schönen Stimme die meisten Herzen ganz schnell zurück. Man hatte zu Beginn den Eindruck, dass die Band sich verändert hat, binnen kürzester Zeit. Eine strahlende Band, die Bock hatte, mal wieder Gas zu geben und es wirkte so, als hätten alle auf der Bühne eine tolle Zeit und machten ordentlich Stimmung. Wir nehmen uns an dieser Stelle raus, dass die Wörter „losgelöst“ und/oder „befreit“ ziemlich zutreffend für die Gestik und Mimik der Bandmitgleider ist.

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Anfangs wurden Klassiker wie Amsterdam, White Wall und Lady zum Besten gegeben. Erstaunlich, keines dieser Lieder tauchte bei der letztjährigen Tour auf, wo hauptsächlich Songs der Platte Aelita gespielt wurden oder eben andere ältere Songs in das Aelita-Stil-Gewand gepresst wurden. Auch die Aufmachung der Show wurde schlicht gehalten und die Musik in den Vordergrund gerückt, ohne unnötig abgespacete Details: Die Band trug schwarz und es gab allenfalls gute Lightshoweffekte. Es ging einfach nur um die gute Musik. An dieser Stelle zuckte man zusammen und erwischte sich selbst dabei, dass man vorsichtig feststellte, dass Mando Diao Gustaf Norén nicht braucht, um an alte Erfolge zu MTV-Zeiten anzuknüpfen. Jedoch merkte man am Bühnenrand Nervosität und einige Unsicherheiten, wie der „neue“ Mann ankommt bzw. ob die Band ohne ihren zweiten Frontsänger überleben kann. Umso erstaunlicher war es, dass niemand im Publikum ein Wort über Gustaf verlor, ein lautes Durchatmen und zufriedene Gesichter waren alles. Die wieder rockigeren Versionen der Songs, so wie sie eben auch sein sollten, liegen uns und dem übrigen Publikum offensichtlich viel näher.

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Weiter ging es mit Good Morning, Herr Horst – mein Gott, das letzte Mal vor gefühlten 10 Jahren live gehört – sowie Chiga. Die Setlist komplettierten des Weiteren Song wie Down in the past, Mr. Moon und Love Last Forever. Zum Mädelsklassiker Sweet Wet Dreams riss der regnerisch-graue Himmel dann endlich auf, ebenso wie Björns Jacke. Der Frontmann legte die Gitarre zur Seite und gab sich und seine Hüfte der Musik hin. Björn suchte die Nähe zum Publikum, stieg auf den Wellenbrecher und sang sich für alle kurzzeitig verliebten Frauen die Seele aus dem Leib. Die unschönen Grabscher einiger Fans versuchten wir auszublenden und schämten uns ein wenig… es ist „nur“ ein Job, den er perfekt beherrscht. Zurück auf der Bühne stellte er stolz seine Band vor. Der sonst zurückhaltende Schlagzeuger Patrick „Patso“ Heikinpieti feuerte seinen Frontmann an und forderte das Publikum zum Mitmachen auf. Björn begrüßte zudem Daniel Haglund als Gitarrist und Keyboarder. Carl-Johan Fogelklou begeisterte am Bass und beeindruckenden Backing Vocals und Jens Siverstedt verzauberte ebenfalls an der Gitarre sowie mit einer wirklich mehr als angenehmen Backing Vocals-Stimme. Man bekam den Eindruck, dass sich eine Band wieder gefunden hat, die Spaß an dem hat, was sie auf der Bühne mit einem Lächeln tun. Björn Dixgård gab dennoch mit einer Hochachtung bekannt, dass die Band und Gustaf zukünftig getrennte Wege gehen und er ihm alles Glück der Welt wünsche.

Die ganz großen Hits wie Gloria und Dance with somebody hoben sie sich bis zum Schluss auf und spätestens jetzt bewegten sich die Ärsche des feucht-fröhlichen Publikum nochmal so richtig. Zudem wurde dem Publikum auch noch ein neuer Song präsentiert: Watch me now , begleitet nur mit Akkustik-Gittare und Schlagzeug, war ein absolutes Highlight, was auf gewisse Weise Bock auf mehr macht.

Wir zumindest haben vergessen, wie nass wir eigentlich wurden zum Ende des Konzerts. Die Stimmung war gut, aber es geht noch besser, wenn die schwedischen Herren genau so weitermachen, wie sich sich auf dem Festival präsentiert haben. Ob sie damit an alte Erfolge anknüpfen können, bleibt offen, aber unter uns gesagt, sind wir guter Dinge und sehen dem optimistisch entgegen. Natürlich vermissten wir auch den ein oder anderen Song in der Setlist, aber wann ist das nicht so? Stimmlich kann man Björn Dixgård nach wie vor nichts nachsagen – einfach eine tolle Stimme! Kleiner Wermutstropfen: Der Gesangsanteil von Norén war bei vielen Songs von Mando Diao logischerweise sehr hoch, sodass diese größtenteils ausgespart wurden. Die Präsenz und der Gesang des ehemaligen zweiten Sängers der Band hat uns insgesamt schon ein wenig gefehlt. Einen Charakter wie Gustaf Norén zu ersetzen ist schwer, aber es ist nicht unmöglich. Das Bestmögliche aus dieser Situation zu machen hat die Band mit dem neuen Mitglied jedenfalls mehr als anständig erfüllt. Letztendlich gilt doch das Motto: It’s all about the music – und die war an diesem Abend wahrlich gut! Wir waren davon begeistert wie in früheren Zeiten der Band.

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Letzten Endes schließen wir uns Björn an, wünschen Gustaf alles Gute und alles Glück für die Zukunft. Nun blicken wir weiterhin optimistisch in die Festivalsaison und erhoffen uns den dreckigen Garagenrock der Band zurück, den wir vor allem im letzten Jahr so nicht mehr auf dem Schirm hatten. Jedenfalls fuhren wir feucht und zufrieden in die Heimat zurück und bedanken uns auf diesem Wege bei der Band, die so vieles an dem Tag möglich gemacht hat.

Auf ein baldiges Wiedersehen!

Die beiden „Chigas“ Tiffi und Nina

Wir wissen nicht, wie lange das Konzert noch in der Mediathek weilen wird, aber hier könnt ihr es noch in aller Gänze anschauen:

http://www.ardmediathek.de/einslike/N-JOY/Das-ganze-Konzert-von-Mando-Diao/N-JOY/Video?documentId=29645966&bcastId=13740094

Liedermacher und guter Typ – Olli Schulz beim Traumzeit Festival

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Als Musik noch richtig groß war

Es war kalt, es war nass, es war Mitternacht.

Schauplatz des Festival-Tourstarts von Liedermacher Olli Schulz war das alljährliche Traumzeit Festival in Duisburg. Die Location bot nicht nur jede Menge Kultur (alte Hochöfen und so), sondern auch eine unverwechselbare Akustik. Künstler des Abends Oliver Marc Schulz betrat kurz nach Mitternacht mit seiner Band die Bühne der Gießhalle, im Parker – was die herrschenden Temperaturen dort wohl ganz gut widerspiegeln sollte. Die ersten Leute, die dem Bier und Schnaps an dem Abend schon länger gefrönt hatten als wir, gröhlten, forderten Witzchen und ließen ihr Bier fallen, Schulz ignorierte gekonnt mit einer kurzen Begrüßung und begann zu singen. Mit So muss es beginnen, über Phase und Passt schon fühlte man sich in den späten Abend hinein und blickte von Beginn an in viele zufriedene (und Zitat „einfache“) Gesichter. Trotz Kälte ließ Olli seine Jacke fallen und suchte die Nähe zum Publikum.

Olli und Band-3

Bis auf Konfetti und Luftschlangen verzichtet er auf eine unnötig pompöse Show und beeindruckt vielmehr mit Charme, kleinen Anekdoten und schüchternen Tanzdarbietungen. Seine Band wird dabei kontinuierlich mit einbezogen. Bekannte Namen wie unter anderem Gisbert zu Knyphausen und die immer lächelnde und stimmgewaltige Sängerin Kat Frankie wirkten bereits auf Ollis neuestem Werk Feelings aus der Asche mit und waren auch schon bei der Tour im Frühjahr mit an Bord.

Ein Abstecher zu älteren Songs wie So lange einsam und Ich dachte, du bist es (einer unserer absoluten Favoriten unter seinen Songs) boten Abwechslung und es war Zeit sich in den Arm zu nehmen… Mit Bier, welches im Übrigen unseren Geschmack nicht ganz getroffen hat, ging das Ganze noch einfacher. Nachdem Schulz Die Ankunft der Marsianer spielte, konnten sich auch die Gäste auf der Tribüne nicht mehr halten und waren der Spielfreude von ihm und seiner Band schutzlos ausgeliefert.

Natürlich erzählte Schulz zwischen den Songs Geschichten und Lebensweisheiten, passend zu den Liedern. Genauso wie man es kennt und auch erwartet: Langeweile – Absolute Fehlanzeige. Entertainment vom Allerfeinsten, was um die Uhrzeit sicherlich nicht das leichteste gewesen sein muss. Nach einigen Kuppelversuchen unter den Geschlechtern kehrte sicherlich der Ein oder Andere nicht ganz allein in seinen Schlafsack zurück. Außerdem ermahnte er mehrfach das Publikum, nicht im Takt der Musik zu klatschen, da ihn dies aus dem Takt bringt, was ihn für uns nur noch sympathischer machte. Wir als Gitarrenlaien haben sowieso nie verstanden, wie einige Künstler es bewerkstelligen, bei unrhythmischen Geklatsche trotzdem im Takt zu bleiben. Im Fake-Duett mit Sängerin und Gitarristin Kat Frankie gab Olli noch What’s Love von Tina Turner zum Besten. Das Publikum blendete den Unterhalter am Bühnenrand aus und suchte nach der gebürtigen Australierin mit der gewaltigen Stimme. Wir sind uns ziemlich sicher, dass so einige Besucher sich ihren Namen gemerkt haben.

Während der Show forderten einige im Publikum immer wieder lautstark Verhaftet wegen Sexy oder ähnliches, was der Entertainer mehrfach ablehnte und seine tiefgründigen Werke zunächst größtenteils in den Vordergrund rückte, mit welchen er absolut zu begeistern und überzeugen wusste. Die Entscheidung wurde akzeptiert, wenn auch von manchen (Bierseligen? ;)) etwas widerwillig. Der in Berlin lebende Hamburger meisterte den Spagat zwischen Melancholie, Unterhaltungsmusik und humorvollen Einlagen jedenfalls insgesamt perfekt, was definitiv nicht viele Künstler derart schaffen. Trotz der Kälte fühlte man sich nach inmitten des Auftritts genauso wie auf der Tour im März – unterhalten, dankbar und zufrieden.

Mittlerweile verstand auch die Menge, das Handy mal in der Tasche zu lassen und einfach nur zuzuhören. Vom aktuellen Album wurde noch Als Musik noch richtig groß war zum Besten gegeben, live sogar noch um Längen besser als in der Albumversion. Als eine Ode an die Musik regt dieser Song zum Nachdenken an und man erwischt sich dabei, wie man seine eigenen Erlebnisse in dem Metier unweigerlich rekapituliert. Schulz, der mal mit und mal ohne Gitarre auf der Bühne agierte, hatte sich auch Wenn es gut ist auf die Setlist geschrieben – ein unsagbar toller Song, der uns schon bei so manchem Hoch oder auch Tief in den letzten Jahren begleitet hat.

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Um kurz nach 1 Uhr wurde es unruhiger auf der Bühne, es wurde etwas auf der Setlist rumgestrichen und das Publikum bemerkte, dass der Abend viel zu schnell zu Ende sein sollte. Olli Schulz und seine Band spielten quasi gegen die ablaufende Zeit und gaben mit Wenn die Music nicht so laut wär schlussendlich noch einmal alles. Entäuschung über die vom Festivalveranstalter doch irgendwo undankbar gelegene und kurze Spielzeit war zwar kürzlich vorhanden, aber na gut, schließlich hatte kein Künstler auf diesem Festival einen längeren Slot als 1:15 Stunde bekommen.

Olli widersetzte sich dem dennoch zu unserer aller Freude, kam den lauter werdenden Zugabe-Aufforderungen des Publikums nach und kehrte außerplanmäßig für einige Minuten solo zurück auf die Bühne. Ein Mann, eine Gitarre, eine Bühne. Sein Song Human of the week sorgte noch einmal für einige Lacher, bevor die ungeplante Zugabe mit dem Evergreen Wonderwall von Oasis – ein Klassiker, kennt jeder, liebt jeder – besiegelt wurde. Das wurde vom Publikum selbstverständlich lautstark begleitetet, was dem Herrn Schulz ein Lächeln ins Gesicht zauberte als er die Bühne letztlich verließ. Ganz am Rande noch bemerkt: Von Freunden, die auf dem Hurricane Festival weilten, haben wir uns sagen lassen, dass das Wonderwall-Cover dort noch viel besser kam, spielten doch Noel Gallagher und seine High Flying Birds nebenan mit leichter Überschneidung zu Olli Schulz & Band auf der Blue Stage, welche besagten Song eben nicht gespielt haben.

Unser persönlicher Dank gilt Olli, der den Abend zu unserem gemacht hat und uns dies ermöglicht hat. Ein reibungsloser Ablauf sowie ein fantastischer Start in unsere Festivalsaison. In der Kathedrale unserer Herzen… Ihr wisst schon. Allerliebsten Dank jedenfalls!

Olli und seine Band sind weiterhin auf Festivaltour und spielen Anfang November zudem noch eine weitere kleine Tour, die vielleicht auch in eurer Stadt Halt macht. Geht hin oder ihr seid blöd.

http://www.ollischulz.com/termine/

http://bit.ly/eventim_Olli-Schulz

Wenn die Music nicht so laut wär, dann wär sie auch nur halb so schön

Olli und Band-6

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Wir haben es tatsächlich auch noch geschafft, ein tolles Video von Ich dachte, du bist es zu filmen und schön in mediengeilen Portalen hochzuladen:

Olli und Band-9

Auf bald
Tiffi und Nina

Dendemann – Dende wer?

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Daniel Ebel, ein Name, den man sich wieder in die grauen Zellen einprägen sollte. Der einstige Part von Eins Zwo war eine Zeit lang von der Bildfläche verschwunden. Man ahnt ja nichts böses, wenn man die öffentlich rechtlichen Sender doch gelegentlich einschaltet. Beim täglichen Abendritual, wird das kühle Blonde geöffnet, die Schrunden an den Füßen eingecremt und das NeoMagazin eingeschaltet. Ja, wir finden Jan Böhmermann großartig. Wie auch immer, die Fußmassage wurde unterbrochen, um positiv schockiert festzustellen, dass Dendemann zurück auf der Bildfläche ist. Unfassbar.

Irgendwie ist der immernoch genauso toll wie früher.

Jan Böhmermann gab Dendemann einen Job, eine Bühne und eine Band. Der musikalische Direktor hat zu seiner alten Form zurück gefunden und bespaßt von nun an jede Woche das vor Ort einbestellte Publikum, sowie die Millionen vor den Fernsehgeräten. Dendemann und die Freie Radikale schimpft sich die Showband, welche u.a. mit Hashtags wie #therappening, durch die Show führt. Zudem wird Alleinherrscher Jan Böhmermann musikalisch miteinbezogen.

Sowohl positive, als auch negative Kritik gibt es jede Woche für seine Darbietung. Wir fragen uns eigentlich nur eins: Machst du noch mal ein Album?…

Stumpf ist Trumpf war seine letzte Single, nun gut, ist jetzt auch ein paar Jahre her. Äh ja, 5, um es ganz genau zu nennen. Was hat Daniel Ebel in dieser Zeit gemacht? Wissen wir auch nicht, interessiert uns auch nicht. Wir erfreuen uns an der wöchentlichen Rappgemeinschaft Dende/Böhmi mit zeitweise politisch aversierten Texten oder sinnfreiem Gequatsche über Star Trek.

Wir können es nur schwer glauben, dass Deutschlands womöglich bester Rapper mit der unfassbar erotischen Stimme wieder zurück ist, aber wir freuen uns.Negative Kritik können wir nicht finden, wir hoffen nur, dass die Findungsphase bezüglich der Gesichtsbehaarung, bald ein Ende hat. Movember Ja, Junember nein

(Damit man weiß, wofür die Gebühren anfallen)

Mit einem freundlichen Yo Mama verbleiben wir

Tiffi & Nina

Wir treten noch mal nach

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Ein 25-jähriges Jubiläum sollte man feiern…nicht.

Ein abschreckendes Beispiel lieferte uns Pleitegeier und Stimmungskiller Matthias Reim in den letzten Wochen. Sein perfides Video zum 25-jährigen Überleben von „Verdammt ich lieb‘ dich„, beeindruckte nicht nur das Aushängeschild von ZDFneo, den gebührenfinanzierten und zudem großartigen Fernsehmoderator Jan Böhmermann, sondern auch die Hipster-Clowns Joko und Klaas, die noch eine Schüppe drauflegten.

Ein viertel Jahrhundert quält uns Matthias Reim mit dem erlogenen Müll, der auf jeder Firmenfeier übergewichtige Herrschaften zum Disco-Fox animiert. „Das ist mein Lieblingslied“, ja genau. Das meinen wir.

Deshalb fragen wir uns, wann ist endlich Schluss damit? Muss Matthias Reim Kind Nummer 6 von Frau Nummer 5 in die Welt setzen, um sich in der Presse zu bewahrheiten? Der Schlagerkönig hat sich selbst das größte Geschenk gemacht, eine fantastische Darbietung seiner selbst, zusammengeschnitten in 3 Minuten Schwachsinn. Das weckt Aufmerksamkeit, vielleicht einige Shows im kommenden Jahr, ein zukünftiges Album…..und das alles zu einem unschlagbaren Sensationspreis von 299 €. Ihr findet das zu teuer? Wir finden es ist der absolute Burner.

Zusammenfassend möchten wir Matthias Reim für diesen Beitrag aufrichtig und von Herzen danken.

 

jubilaumsbox_offen_mit_inlayAnbei ein kleiner Vorgeschmack, aber das ist noch nicht alles. Wow!

 

Das Bestellformular liegt anbei, damit euer Matthias noch schneller zu euch kommt.

http://www.schlagerplanet.com/matthias-reim-limitierte-jubilaeumsbox/?utm_source=start_slider&utm_medium=660×440&utm_term=&utm_content=0&utm_campaign=mr.box

 

Verdammt, wir lieben euch

Tiffi & Nina